Frankfurt - Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den 1. FC Köln am Donnerstag im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger in Tateinheit mit nicht ausreichendem Ordnungsdienst mit einem Teilausschluss seiner Zuschauer für das erste Heimspiel der Saison 2012/2013 in der 2. Bundesliga belegt. Darüber hinaus muss der Verein eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro zahlen.

Die "Geißböcke" dürfen für das erste Heimspiel gegen den SV Sandhausen am Wochenende vom 10. bis 13. August nur 15.000 Karten an eigene Anhänger und maximal 5.000 Tickets an Gästefans verkaufen. Die Karten müssen personalisiert und ausschließlich im Vorverkauf abgegeben werden. Darüber hinaus müssen die Stehplatzbereiche komplett geschlossen bleiben, es kommen nur Sitzplatzkarten in den Verkauf.

Strafe für Vorfälle beim Saisonfinale



Kurz vor Abpfiff des Bundesliga-Heimspiels gegen den FC Bayern München am 5. Mai zündeten Kölner Zuschauer eine große Menge an Rauchpulver und hüllten damit den kompletten Block in eine schwarze Rauchwolke. Nach Spielschluss kletterte eine Gruppe von FC-Anhängern über die Zäune in den Stadioninnenraum. Gegen die Entscheidung des Einzelrichters kann binnen 24 Stunden Einspruch beim DFB-Sportgericht eingelegt werden.

Auch Dynamo Dresden wurde wegen zweier Fälle eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einem Teilausschluss seiner Zuschauer für das erste Heimspiel der Saison 2012/2013 in der 2. Bundesliga belegt. Darüber hinaus muss die SGD eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro zahlen.

Auflagen für Dynamo



Der Verein darf für das erste Heimspiel gegen den TSV 1860 München am Wochenende vom 10. bis 13. August nur 13.000 Karten an eigene Anhänger und maximal 3.000 Tickets an Gästefans verkaufen. Die Karten müssen personalisiert und ausschließlich im Vorverkauf abgegeben werden. Darüber hinaus müssen die Stehplatzbereiche komplett geschlossen bleiben, es kommen nur Sitzplatzkarten in den Verkauf.

Während des Heimspiels der 2. Bundesliga gegen den TSV 1860 München am 23. März 2012 hatten Dresdner Zuschauer mehrere teilweise gefüllte Plastikbecher in Richtung des Schiedsrichter-Assistenten geworfen. Vor Beginn des Auswärtsspiels beim FSV Frankfurt am 6. Mai stürmten Dynamo-Anhänger die Einlasskontrolle und nach dem Abpfiff durch Übersteigen der Zäune den Innenraum. Anschließend wurden von Bandenwerbungen beschädigt sowie zahlreiche Rauchbomben und Bengalische Feuer abgebrannt.Gegen die Entscheidung des Einzelrichters kann binnen 24 Stunden Einspruch beim DFB-Sportgericht eingelegt werden.