Optimistisch trotz Abwehrsorgen: Der 1. FC Union Berlin empfängt den Drittplatzierten FC Augsburg. Die Fuggerstädter fuhren aus den vergangenen neun Spielen 22 Punkte ein - mehr als jedes andere Team. Außerdem kehrt Petrik Sander mit Koblenz nach Cottbus zurück (Samstag, ab 12:45 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio).

Union Berlin - FC Augsburg

Uwe Neuhaus, der Chef-Trainer der "Eisernen", zeigte sich vom derzeitigen Lauf des Gegners beeindruckt: "Augsburg kann sich in dieser Form berechtigt Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Sieben Siege und ein Unentschieden in den vergangenen neun Spielen - das ist eine überzeugende Bilanz, die belegt, welch hohes Niveau diese Mannschaft besitzt."

Neuhaus voller Kampfgeist

Trotzdem betont der Berliner Coach, dass sein Team das Spiel nicht kampflos abgeben wird: "Wir gehen mit viel Optimismus in das Spiel und werden mit aller Macht versuchen, die drei Punkte hier zu behalten." Verzichten muss der 50-Jährige dabei auf die verletzten Abwehrspieler Daniel Schulz (Mittelhandbruch), Michael Bemben (Sprunggelenk) und Paul Thomik (Knöchelverletzung). "Natürlich fehlen uns einige Leute, aber davon lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen. Unser Kader bietet genügend Alternativen", zeigte sich Neuhaus wenig erschüttert vom Verletzungspech.

Die taktische Marschroute der "Eisernen" scheint bereits festzustehen. "Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: hinten dicht gestaffelt agieren und gut in die Zweikämpfe kommen, um dann mit Kontern erfolgreich zu sein oder ganz früh stören, den Gegner schon in dessen Hälfte unter Druck setzen und gar nicht zur Entfaltung kommen lassen. Welche Variante wir spielen, werden wir aber heute noch nicht verraten", ließ sich der Coach aber noch nicht in die Karten gucken.

"Wir sind schwer zu schlagen"

"Wir können mit Selbstvertrauen ins Stadion an der Alten Försterei fahren", sagte Augsburgs Chef-Coach Jos Luhukay mit Blick auf die Leistungen seiner Mannschaft in den vergangenen Spielen. "Wir haben ein klares Ziel vor Augen: Auch dieses Spiel wollen wir für uns entscheiden", gab der Niederländer die Richtung vor. Der 46-Jährige weiß: "Wir sind schwer zu schlagen, weil wir auch in der Defensive stabiler geworden sind. Doch wir müssen hoch konzentriert zu Werke gehen und alles abrufen."

Sicherheit sollte den Augsburgern Michael Thurk geben. Der Toptorjäger, der in 19 Partien auch 19 Treffer erzielte, spielt derzeit in der Form seines Lebens und ist trotz der sensationellen Quote bestimmt noch nicht satt.

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Neuzugang Daniel Baier, der sich im Training einen Bluterguss im Knie zugezogen hat. "Wir müssen abwarten, ob er mitfahren kann", erklärte Luhukay, der ansonsten die Qual der Wahl hat. Nur noch die Langzeitverletzten Roland Benschneider (Aufbautraining nach Knie-OP), Goran Sukalo (Bänderriss im Sprunggelenk) und Imre Szabics (Sprunggelenk) setzen derzeit mit dem Training aus.

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FC Energie Cottbus - TuS Koblenz

Der FC Energie hat sich vor der Begegnung gegen die Koblenzer in Zugzwang gebracht. Im Heimspiel gegen die Mannschaft vom "Deutschen Eck" soll die "Torflaute" unbedingt behoben werden. In den vergangenen beiden Spielen durften die auf Tabellenrang 13 stehenden Lausitzer keinen eigenen Treffer bejubeln - trotz guter Gelegenheiten.

Wollitz nimmt Stürmer in die Pflicht

Wer für die nötigen Tore sorgen soll, ließ Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz noch offen. "Unsere Stürmer haben nach wie vor Qualität und genießen unser Vertrauen. Sie müssen es aber auch in Toren zurückzahlen", nahm der 44-Jährige vor allem die Angreifer in die Pflicht. Bei der Besetzung der Startformation bieten sich trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Alexander Bittroff (Innenbandteilriss im Knie) verschiedene Alternativen. Ob Roger nach starker Leistung in Fürth erneut aufläuft, oder Ovidiu Burca nach abgesessener Sperre ins Team zurückkehrt, ist noch offen.

Für die Partie gegen wieder erstarkte Koblenzer mit vier Zählern aus den jüngsten drei Spielen rechnet Wollitz mit einem kompakten Gegner, der mit großem kämpferischen Einsatz zur Sache geht: "Aber das ist normal und das Mindeste, was wir auch von unserer Mannschaft erwarten. In jedem Spiel."

Sander kehrt zurück

TuS-Trainer Petrik Sander muss bei der Revanche für die 0:2-Hinrundenpleite auf die Mithilfe von David Yelldell (Innenbandriss), Matej Mavric (Gelbsperre), Frank Wiblishauser (Trainingsrückstand) und Christian Müller (Wadenprobleme) verzichten.

Für den 49-jährigen Sander ist die Partie gegen Energie eine besondere, der ehemalige Stürmer spielte nicht nur für Cottbus, sondern war von November 2004 bis September 2007 auch Chef-Trainer in der Lausitz.

Ebenfalls zurückgekehrt, allerdings nach Koblenz, ist Anel Dzaka, den die TuS kurz vor dem Ende der Transferperiode vom Herbstmeister Kaiserslautern verpflichtete. Der Spielmacher ist glücklich über den Wechsel: "Ich bin super aufgenommen worden, fit und stehe zur Verfügung." Zu einem Einsatz in der Startelf wird es aber wohl noch nicht kommen. "Anel benötigt keine Zeit der Anpassung, weil er bei der TuS alles kennt. Aber für mich zählen die Meriten der Vergangenheit nicht mehr", erklärte Sander.

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