Köln – Der FC St. Pauli und der SV Sandhausen kämpfen um den Anschluss an die Tabellenspitze – die Schlusslichter MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf müssen im Abstiegskampf punkten. Die Vorschau zu den Sonntagsspielen am 16. Spieltag in der 2. Bundesliga.

FC St. Pauli – 1. FC Nürnberg

Der FC St. Pauli könnte zumindest bis Montagabend Platz zwei der Tabelle übernehmen. Voraussetzung dafür wäre ein Sieg mit mindestens zwei eigenen Toren im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg (ab 13:15 Uhr im Liveticker). Der Club tut sich grundsätzlich schwer am Millerntor, hat in der 2. Bundesliga überhaupt erst in einem Spiel getroffen: Das war am 28. Oktober 1994!

Für St. Pauli-Trainer Ewald Lienen, der am Samstag seinen 61. Geburtstag feierte, gibt es aber nur einen Wunsch: "Ich würde mir wünschen, dass wir es hinbekommen, mit der richtigen Einstellung in das Spiel zu gehen. Ich glaube, dass ist das Entscheidende.“ Der 1. FC Nürnberg befindet sich zwar nur auf Platz 9, hat aber in den letzten acht Spielen nur einmal verloren und braucht mit derzeit 21 Punkten noch kein Fernglas, um die Tabellenspitze zu sehen.

FSV Frankfurt – Fortuna Düsseldorf

Im Spiel 1 nach Frank Kramer hat bei Fortuna Düsseldorf Peter Hermann den Cheftrainer-Posten übernommen. Der langjährige Co-Trainer von Jupp Heynckes soll die Fortuna möglichst schnell aus dem Tabellenkeller führen. Platz 15 und somit eine Position über dem "Strich" wäre mit einem Sieg gegen den FSV Frankfurt zumindest möglich (ab 13:15 Uhr im Liveticker).

"Wir müssen jetzt den Spaß am Fußball wiederfinden und den bekommen wir nur, wenn wir gewinnen. Dafür müssen wir uns in Frankfurt gegen einen guten Gegner wehren", diktierte Hermann den Journalisten vor dem Spiel in die Blöcke. Die Hessen stehen einigermaßen gefestigt auf Platz 12, haben zuletzt beim 1. FC Kaiserslautern ein 1:1 errungen.

MSV Duisburg – SV Sandhausen

Der SV Sandhausen ist die Überraschungsmannschaft der Saison, könnte heute, falls St. Pauli nicht gewinnt, sogar auf einen Aufstiegsrang vorrücken (ab 13:15 Uhr im Liveticker). Und das, obwohl der Mannschaft von Alois Schwartz vor der Saison drei Punkte abgezogen wurden. Die Kurpfälzer haben fünf der letzten sieben Spiele gewonnen, so auch letztes Wochenende gegen den Karlsruher SC (3:1).

Ein harter Brocken für Tabellenschlusslicht MSV Duisburg, die mit nunmehr fünf Punkten Rückstand auf Platz 17 den Anschluss drohen zu verlieren. Der neue Trainer Ilia Gruev konnte zumindest seine ersten beiden Spiele ohne Niederlage bestreiten (jeweils 1:1 gegen Freiburg und Düsseldorf). Hoffnung macht außerdem die Statistik: Sandhausen ist der einzige Verein in der 2. Bundesliga, gegen den Duisburg noch nie einen Punkt abgegeben hat.