Münster - Preußen Münster hat seinem Ruf als Pokalschreck alle Ehre gemacht. Der Fußball-Drittligist zog durch ein verdientes 1:0 (1:0) gegen den Zweitligisten FC St. Pauli in die 2. Pokalrunde ein und sorgte damit erneut für eine Überraschung, nachdem der Club im Vorjahr Erstligist Werder Bremen den Erstrunden-K.o. versetzt hatte.

Den entscheidenden Treffer für die Gastgeber, die auch ihr drittes Pflichtspiel der neuen Saison unbeschadet überstanden, erzielte Matthew Taylor in der 31. Minute. Für St. Pauli war es nach einem Sieg und einem Remis in der Meisterschaft der erste Rückschlag der noch jungen Spielzeit.

Nehrig unterläuft entscheidender Patzer



Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Preußen-Stadion hatten die Gastgeber die Partie von Beginn an offen gehalten. Gute Torchancen blieben zunächst aber auf beiden Seiten Mangelware. Erst ein Fehler von Bernd Nehrig, der fahrlässig gegen Dennis Grote den Ball vertändelte, ermöglichte Münster die Führung. Der Ex-Bochumer servierte maßgerecht für Taylor, der keine Mühe hatte. Kurz vor der Pause hatten die Gäste noch eine gute Möglichkeit durch Christopher Nöthe.

Nach dem Seitenwechsel wollte Pauli mit dem Kopf durch die Wand, die Angriffsbemühungen endeten in der Regel aber am gegnerischen Strafraum. Glück hatte Bundesliga-Gründungsmitglied Münster allerdings in der 58. Minute, als Lennart Thy nur den Pfosten traf. Letztlich brachte das Team von Trainer Pavel Dotschev den Sieg aber geschickt über die Zeit und hatte zudem bei einem Kopfball an die Latte von Rogier Krohne (82.) noch Pech.