Vor dem Gipfeltreffen zwischen Primus 1. FC Kaiserslautern und Arminia Bielefeld hat der FC St. Pauli mit einem Sturmlauf den Druck auf das Duo forciert.

Die Hamburger (29 Punkte) gewannen das Verfolgerduell in der 2. Bundesliga gegen Union Berlin mit 3:0 (3:0). Damit schob sich das Team von Trainer Holger Stanislawski an Bielefeld (28) vorbei auf den zweiten Tabellenplatz, hat aber nach dem Montagsspiel vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Kaiserslautern (33).

St. Pauli beeindruckt

St. Pauli unterstrich seine Aufstiegsambitionen am Millerntor eindrucksvoll. Marius Ebbers (9.) mit seinem neunten Saisontreffer sowie Jan-Philipp Kalla (14.) und Max Kruse (39.) stellten die Weichen für die angriffsstärkste Zweitliga-Mannschaft (33 Tore) schon in der ersten Halbzeit auf Sieg.

Stanislawski war dennoch nicht ganz zufrieden. "Wir sind fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen und hatten eine schlechte Defensivbewegung", haderte der Coach.

Dämpfer für Düsseldorf

Dagegen musste Fortuna Düsseldorf im Kampf um den Aufstieg einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Der Aufsteiger holte bei 1860 München zwar einen 0:2-Rückstand auf, verpasste aber beim 2:2 (0:1) einen weiteren Dreier. Die Führung von Alexander Ludwig (36.) und Torben Hoffmann (63.) glichen Ranisav Jovanovic (70.) und Patrick Zoundi (73.) binnen knapp vier Minuten aus.

"Wir waren bis zur 60. Minute zu behäbig. Nach dem Anschluss hatten wir dann noch gute Chancen. Mit dem Punkt können wir aber zufrieden sein", erklärte Torschütze Jovanovic.

Ahlen gelingt erster Sieg seit über einem halben Jahr

Aus dem Tabellenkeller sendete indes Rot Weiss Ahlen ein deutliches Lebenszeichen: Das Schlusslicht feierte durch das 2:0 bei Alemannia Aachen seinen ersten Sieg seit über einem halben Jahr.

"Endlich hatten wir das Glück, das uns seit Monaten gefehlt hat. Das war eine taktisch hervorragende Leistung. Aber es war nur ein ganz kleiner Schritt zu unserem großen Ziel", meinte Trainer Christian Hock. Aufseiten der Aachener wurde Sportdirektor Andreas Bornemann am Sonntag beurlaubt.

Der Rückstand der Ahlener auf den Relegationsplatz schmolz auf fünf Punkte, weil die Tabellennachbarn patzten. Der Vorletzte FSV Frankfurt unterlag eine Woche nach seinem ersten Auswärtssieg mit 0:1 gegen Hansa Rostock, die TuS Koblenz verlor 1:2 beim Karlsruher SC und bleibt Tabellen-16.

Tiffert rettet Duisburg

Der MSV Duisburg (2:2 gegen den FC Augsburg) und die SpVgg Greuther Fürth (0:1 beim SC Paderborn) verlieren derweil die erweiterte Spitze immer mehr aus den Augen. Energie Cottbus konnte sich durch einen Sieg gegen Rot-Weiß
Oberhausen (3:0) von der Abstiegszone absetzen.

Ein Doppelpack von Christian Tiffert (74./79.) bewahrte Duisburg vor einem weiteren Rückschlag. Innerhalb von sechs Minuten machte der Ex-Stuttgarter aus einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2. Beiden Treffern gingen Elfmeter voraus. Allerdings verwandelte Tiffert beim ersten Mal erst per Nachschuss.

"Zehn von zehn Leuten fragen sich wahrscheinlich, wieso ich den zweiten Elfmeter auch geschossen habe. Wenn ich verschossen hätte, wäre ich der Depp gewesen", sagte der 27-Jährige. So aber war Tiffert Duisburgs Held des Tages.