Gerald Asamoah geht ab der kommenden Saison für den FC St. Pauli auf Torejagd. Asamoah, der 43 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritt, wechselt vom FC Schalke 04 ans Millerntor.

Am Montag unterzog sich der 31-Jährige der sportärztlichen Untersuchung und machte sich danach auf den Weg ins Büro von Sportchef Helmut Schulte. Minuten später war der Vertrag unterzeichnet und ein gut gelaunter Gerald Asamoah stellte sich den Kollegen/innen auf der Geschäftsstelle vor.

Viel Erfahrung

Zehn Jahre trug "Asa" das "königsblaue" Trikot. Für die Schalker bestritt er 279 Bundesligaspiele (44 Tore). Zuvor begann der in Ghana geborene Fußballer seine Profikarriere bei Hannover 96. Auf Schalke wurde er auch zum Nationalspieler. Für die deutsche Auswahl kam er bisher 43 Mal zum Einsatz (6 Tore).

Gerald Asamoah ist mit seiner Frau Linda seit über acht Jahren verheiratet und sie sind Eltern von drei Kindern.

Stimmen zum Asamoah-Transfer:

Helmut Schulte, Sportchef: Als unsere Zuschauer beim Freundschaftsspiel im Januar gegen Schalke 04 mit ihren Sprechchören "Wir wolln den Gerald sehn" Felix Magath quasi die Einwechslung abgenommen haben, war mir klar, dass wir den Transfer Gerald Asamoah zum FC St. Pauli versuchen sollten. Wenn man so will, haben unsere Zuschauer den Wechsel eingeleitet. Dieses Erlebnis hat sicher auch zu Geralds Aussage geführt: "Wenn nicht mehr Schalke 04, dann nur der FC St. Pauli." Wir haben mit Gerald Asamoah einen erfahrenen Bundesliga- und Nationalspieler für den FC St. Pauli gewonnen, der helfen wird, unsere Mannschaft stabiler zu machen und weiterzuentwickeln. Wir danken dem FC Schalke 04 für die Hilfe bei der Realisierung dieses Transfers.

Holger Stanislawski, Cheftrainer: Er ist unser absoluter Wunschspieler. Durch ihn bekommt unser Offensivspiel noch einmal einen anderen Charakter. Gerald passt menschlich und fußballerisch hervorragend zu uns.

Stefan Orth, Vereinspräsident: Einsatz, Leidenschaft und Identifikation - diese Synonyme stehen für Gerald Asamoah. Er ist einer toller Neuzugang. Schon beim Testspiel im Winter haben wir gesehen, wie hoch sein Stellenwert beim FC St. Pauli ist.

Gerald Asamoah: Als "Stani" in der Winterpause das erste Mal mit mir über einen Wechsel ans Millerntor sprach, hatte ich mir noch keine konkreten Gedanken dazu gemacht. Doch das änderte sich schnell. Ich war ja schon des Öfteren auch als Zuschauer am Millerntor und ich mag diesen offensiven Fußball, der hier gespielt wird. Man sieht schnell mit wie viel Spaß die Mannschaft hier spielt. Hinzu kommt das tolle Publikum und die positive Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren. Außerdem wurde mir klar, dass wenn man so lange für den FC Schalke 04 gespielt hat, dass man dann nur zu einem Verein, wie dem FC St. Pauli wechseln kann. Ich freue mich sehr, dass es jetzt geklappt hat und ich will meinen Teil dazu beitragen, die Ziele des Vereins und der Mannschaft zu verwirklichen.