Der schwer verletzte Fan, der am Rande des Montagsspiels zwischen Alemannia Aachen und dem FC St. Pauli (0:5) von einer Tribüne im neuen Tivoli-Stadion gestürzt war, schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Dies teilte die Polizei Aachen am Dienstagmittag mit.

Am Morgen hatte St. Pauli noch auf seiner Homepage mitgeteilt, dass sich der 39 Jahre alte Mann außer Lebensgefahr befindet. Der St.-Pauli-Anhänger hatte nach dem Spiel beim Klettern über eine Brüstung das Gleichgewicht verloren und war etwa sechs Meter tief gefallen. Nach ersten Informationen erlitt der Mann eine schwere Kopfverletzung und musste im Stadion zunächst reanimiert werden. Noch in der Nacht konnte sein Zustand von den Ärzten stabilisiert werden.

Mögliche Sicherheitsmängel im neuen Aachener Stadion konnten nach ersten Untersuchungen als Unfallursache ausgeschlossen werden. "Nach dem jetzigen Stand der noch laufenden Ermittlungen ist von einem Unfall auszugehen. Es gibt weder Anhaltspunkte auf eine Fremdeinwirkung noch auf Mängel in der Bausubstanz oder in der Bauausführung am neuen Tivoli", hieß es in der Pressmitteilung der Aachener Polizei.