Auf einen echten "Knaller" dürfen sich die Fans zum Auftakt des 7. Spieltages in der 2. Bundesliga freuen. Im Spitzenspiel des Wochenendes gastiert der MSV Duisburg im badenova-Stadion beim SC Freiburg (Erleben Sie die drei Freitagsspiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!).

Der Tabellen-Dritte aus dem Breisgau trifft auf den zwei Punkte schlechter notierten Fünften aus dem "Ruhrpott". Nach sieben ungeschlagenen Spielen des SC in Folge - davon sechs Siege - gab es gegen Alemannia Aachen zuletzt eine 0:1-Niederlage. Die Freiburger wollen schnellstmöglich wieder an die Erfolge vom Saisonbeginn anknüpfen.

Jäger vor Rückkehr

SC-Cheftrainer Robin Dutt formuliert für die Partie daher ein klares Ziel: "Wir spielen gegen einen unmittelbaren Konkurrenten um den Aufstieg. Wir wollen gegen den MSV drei Punkte holen." Mit welcher Formation der SC diese Aufgabe angehen wird, ist dagegen noch nicht endgültig klar.

Die Chancen auf eine Rückkehr von Stürmer Jonathan Jäger stünden "50 zu 50", so Dutt. Kapitän Heiko Butscher falle mit einem Muskelfaserriss dagegen ziemlich sicher aus. Hoffnung besteht auf den Einsatz von Pavel Krmas, Innenverteidiger-Kollege Oliver Barth fehlt dagegen weiterhin.

Gute Stimmung bei den "Zebras"

Bei den "Zebras" ist die Stimmung nach dem 1:0-Erfolg beim 1. FC Nürnberg naturgemäß sehr gut. Mit einem Sieg gegen den Sport-Club könnte man erstmals einen Aufstiegsplatz belegen. Die gute personelle Situation stimmt die Elf von Rudi Bommer darüber hinaus optimistisch.

Wieder zum Team gestoßen ist Chinedu Ede, der zuletzt gegen Nürnberg wegen einer Erkältung fehlte. Momentan hat Bommer keine Ausfälle zu vermelden. Dorge Kouemaha (Adduktorenprobleme) und Mounir Chaftar (Knieverletzung) wurden am Mittwochmittag noch geschont. Dennoch konnte Bommer beim Training fast zwei komplette Teams zum Spiel gegeneinander aufstellen. Auch Adam Bodzek ist mit nach Freiburg gereist und wird an das Mannschaftstraining herangeführt.


FSV Frankfurt - 1860 München

"Natürlich bin ich unzufrieden, was die Punktezahl anbelangt", gab FSV-Team-Chef Tomas Oral bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen 1860 München zu Protokoll. "Es ist ähnlich wie in der vergangenen Saison, aber es wäre vermessen zu denken, dass es genauso weitergeht wie im vergangenen Jahr."Orals Analyse: "Wir haben zum falschen Zeitpunkt die Organisation verloren. In Gefahrensituationen müssen wir konsequenter und kompromissloser agieren."

Trotz des misslungenen Saisonstarts der "Sechziger" haben die FSV-Verantwortlichen großen Respekt vor den Bayern: "Die Mannschaft mit ihren Top-Einkäufen wie Benny Lauth oder Mathieu Beda gehört in andere Tabellenregionen. Sie hatten Verletzungsprobleme, sind aber fußballerisch top", schätzt Oral die Stärken des Gegners ein. Was das Personal betrifft kann Oral wieder auf Thomas Sobotzik zurückgreifen. Auch Marjan Petkovic beginnt gerade wieder mit dem Training. Radek Spilacek wurde dagegen nach seiner Verletzung von einer Grippe zurückgeworfen.

Wichtiges Spiel für die "Löwen"

Ihren positiven Trend wollen indes die "Löwen" nach dem Weiterkommen im Pokal und dem Punkt gegen Ingolstadt in der Commerzbank-Arena fortsetzen. "Das Spiel ist sehr wichtig", sagt Cheftrainer Marco Kurz. "Wir wollen den Bock umstoßen, wollen uns in Frankfurt so präsentieren, dass wir dort gewinnen können."

Der FSV sei ein guter Gradmesser. "Es ist eine sehr kompakte Mannschaft, die zuletzt in Kaiserslautern ein hervorragendes Spiel abgeliefert hat. Sie hat dort sicher nicht verdient verloren." Der 39-Jährige bescheinigt dem Aufsteiger eine gute Form. "Sie gehen selbstbewusst ins Spiel, stehen kompakt und besitzen eine hohe Laufbereitschaft. Vorne haben sie zudem sehr gefährliche und erfahrene Spieler."

Kurz plant keine Veränderungen im Vergleich zum Spiel gegen Ingolstadt. "Die Aufstellung ist aber davon abhängig, wie fit meine Spieler sind." Daniel Bierofka und Danny Schwarz fehlten am Mittwoch im Training. "Bierofka hat Muskelprobleme, die er schon ein, zwei Spiele mit sich herumzieht", erklärt Kurz. Bei Danny Schwarz müsse abwarten. "Danny ist einigermaßen schmerzfrei, topfit ist er nicht. Seit seiner Meniskusverletzung hat er erst vier volle Trainingseinheiten absolviert."


Rot-Weiß Oberhausen - FC Augsburg

Drei Punkte, 18 Gegentore in den ersten sechs Spielen, letzter Tabellenplatz. Die Ausgangslage vor dem Spiel gegen den Tabellen-16. aus Augsburg könnte für RWO besser sein. "Von Spieltag zu Spieltag muss jeder an sich arbeiten, sich neu qualifizieren", lautet daher die Order von Oberhausens Trainer Jürgen Luginger im "kicker".

Nach zuletzt vier Pleiten in Folge wäre ein "Dreier" gegen Augsburg gerade für das Selbstvertrauen sehr wichtig. Auf die Dienste von Angreifer Felix Luz muss Luginger in dem wichtigen Spiel allerdings verzichten. Der RWO-Stürmer kann auf Grund seiner Knieprobleme nicht gegen seinen ehemaligen Verein auflaufen.

"Ein Kampf auf Biegen und Brechen"

"Das ist ein Spiel mit klaren Vorzeichen", sagt auch FCA-Trainer Holger Fach. "Beide Mannschaften haben drei Punkte auf dem Konto und müssen punkten. Beide wollen sich mit einem Erfolgserlebnis Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben holen." Der FCA-Trainer ist von seiner Mannschaft überzeugt, die er fußballerisch im Vorteil sieht. "Doch es wird ein Kampf auf Biegen und Brechen, in dem es darauf ankommt die Zweikämpfe anzunehmen und zu gewinnen."

Personell steht Fach annähernd der gleiche Kader zur Verfügung wie am letzten Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05. Abwehrspieler Ingo Hertzsch hat nach seiner Wadenverletzung wieder mit dem Lauftraining begonnen. "Es wird knapp, aber wir hoffen noch, dass er noch fit wird. Wir müssen jetzt abwarten wie er die Steigerung der Belastung verkraftet", sagt Fach über die Möglichkeit eines Einsatzes des Verteidigers.