Zwei ehemalige Erstligisten treffen im Samstagsspiel der 2. Bundesliga aufeinander: Spitzenreiter Kaiserslautern gastiert beim 13. der Tabelle, Hansa Rostock (ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Die aktuellen Tabellenplatzierungen beider Teams will man beim FCK nicht zum Anlass nehmen, die Hausherren zu unterschätzen: "Wir lassen uns von der Tabellenplatzdifferenz nicht blenden. Rostock ist gut organisiert, hat im Spiel eine gute Ordnung, steht kompakt und diszipliniert. Zudem haben sie ihre letzten beiden Spiele gewinnen können, werden also selbstbewusst auftreten", sagte Cheftrainer Marco Kurz

Zwölf Tore in der letzten Saison

Auch Adam Nemec, der vor der aktuellen Saison vom belgischen KRC Genk auf den Betzenberg wechselte, warnte vor dem kommenden Gegner: "Es erwartet uns ein schwieriges Spiel. Das letzte Aufeinandertreffen gegen Hansa Rostock war für den FCK sehr enttäuschend und wir haben am Samstag nun die Gelegenheit es besser zu machen." In der Rückrunde der vergangenen Saison kam der FCK an der Ostsse mit 1:5 unter die Räder. In der Hinrunde hatten die Lauterer noch mit 6:0 gewonnen.

Ein Fragezeichen steht beim FCK noch hinter der Personalie Florian Dick. Ob der leicht angeschlagene Abwehrspieler in der DKB-Arena auflaufen kann, werde sich kurzfristig entscheiden, so Kurz.

"So macht die Aufstellung Spaß"

Personell aus dem Vollen Schöpfen kann derweil sein Gegenüber auf Seiten der Rostocker. "So macht die Aufstellung Spaß, wenn alle Spieler da sind und sich fit fühlen", befand Hansa-Trainer Andreas Zachhuber.

Bis auf Dexter Langen, der aufgrund seiner Knieoperation noch bis zur Winterpause ausfällt, kann der Coach beinahe auf den kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich der Einsatz von Tom Buschke ist noch fraglich. Er musste am Mittwoch das Mannschaftstraining frühzeitig wegen Knie-Schmerzen abbrechen.

Der Trainer warnt besonders vor den ruhenden Bällen der Gäste aus der Pfalz: "Vor allem bei Standardsituationen sind sie stark. Sie spielen hervorragende Freistöße und Ecken. In 14 Spielen 33 Punkte einzufahren, ist schon eine enorme Leistung", erklärte Andreas Zachhuber. Dass die Lauterer nicht unschlagbar sind, stellte der Übungsleiter aber ebenfalls klar und nahm sein Team in die Pflicht: "Am Sonnabend müssen wir unsere Chancen eiskalt nutzen, dann bleiben die Punkte auch hier", betonte Zachhuber.

Voraussichtliche Aufstellungen und Fakten zum Spiel


TuS Koblenz - FC St. Pauli

Der FC St. Pauli, Kaiserslauterns ärgster Verfolger, tritt zeitgleich bei der TuS Koblenz an. Die Koblenzer, aktuell 16. der Tabelle, benötigen einen Heimerfolg, um den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verlieren. Holger Stanislawskis "Kiez-Kicker" wollen nach der 3:0-Gala gegen Union nachlegen.

"Koblenz wird sehr defensiv eingestellt sein", glaubt Trainer Stanislawski: "Wir müssen Geduld aufbringen und dürfen nicht ins offene Messer laufen, denn darauf warten sie." Er glaubt, dass die TuS vermehrt mit langen Bällen auf die Kuqi-Brüder im Sturm agieren wird.

Der Coach weiß, warum er ausgerechnet vor dem Brüderpaar warnt. Koblenz' Shefki Kuqi liegt mit sieben Treffern auf Platz vier der Torschützenliste und legte zuletzt seinem Bruder Njazi den ersten Treffer auf. Damit sind die Kuqis für 67 Prozent der TuS-Tore verantwortlich.

Njazi Kuqi ist zuversichtlich, dass gegen die Hamburger der vierte Saisonsieg gelingt: "Wir haben doch schon gegen Spitzenteams wie Bielefeld, Fürth oder Aachen gezeigt, was wir drauf haben. St. Pauli klopft zurzeit an die Bundesliga an, aber in diesem Spiel kann alles passieren."

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