München - Der TSV 1860 München ist gerüstet für den Auftakt der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim. Mit 2:1 gewann das Team von Markus von Ahlen die Generalprobe im Grünwalder Stadion gegen die SpVgg Unterhaching.

Rubin Okotie hatte die Weiß-Blauen kurz vor der Pause in Führung gebracht (43.). Dem eingewechselten Pascal Köpke gelang in der 68. Minute der Ausgleich, ehe Korbinian Vollmann in der Schlussminute mit einem sehenswerten 28-Meter-Freistoß den Siegtreffer erzielte.

Neuzugänge zunächst auf der Bank

Löwen-Cheftrainer Markus von Ahlen musste gegen Haching lediglich auf Edu Bedia und Rodri (Trainingsrückstand) sowie auf Fejsal Mulic (Rückenprobleme) verzichten. Die drei Neuzugänge Anthony Annan, Krisztian Simon und Jannik Bandowski nahmen zunächst auf der Bank Platz.

Auf dem durch die Schneefälle der letzten Tage tiefen Boden kamen beide Teams nur langsam in die Gänge. In der 6. Minute hatten die Löwen die erste gute Szene. Daylon Claasen leitete ein Zuspiel am Strafraum auf Valdet Rama weiter, der passte wieder zurück zum Südafrikaner, doch dessen flache Hereingabe an den Torraum fand keinen Abnehmer (6.). Eine Minute später flankte Daniel Adlung aus dem zentralen Halbfeld einen Freistoß an den linken Pfosten, Guillermo Vallori verlängerte per Kopf in die Mitte, wo Gary Kagelmacher aus sechs Metern zwar zum Kopfball kam, aber die Kugel nicht entscheidend drücken konnte (7.).

Die nächste gute Szene hatten die Sechzger nach einer Viertelstunde. Doch der kleine Claasen konnte sich nach der Linksflanke von Rama im Kopfballduell nicht entscheidend durchsetzen (15.). Fünf Minuten später passte Julian Weigl auf Adlung. Der Löwen-Kapitän enteilte seinem Bewacher, kam aus 14 Metern vor Stefan Marinovic zum Abschluss. Sein Schussversuch durch die Beine konnte der Neuseeländer im Hachinger Tor gerade noch verhindern (20.).

Okotie trifft kurz vor der Pause

Fast aus dem Nichts kamen die Vorstädter zu zwei guten Chancen. Erst flankte Fabian Götze vom linken Strafraumeck diagonal an den zweiten Pfosten. Alon Abelski nahm die Kugel direkt, seine scharfe Hereingabe an den Fünf-Meter-Raum klärte Vallori per Flugkopfball zur Ecke (28.). Kurz danach sah Lucas Hufnagel, dass Stefan Ortega weit vor seinem Tor stand, versuchte ihn mit einem 20-Meter-Schuss aus halblinker Position zu überlupfen. Der 1860-Keeper musste sich gewaltig strecken, um die Kugel zu erreichen (29.).

Aufregung in der 41. Minute nach einem sehenswerten Löwen-Konter: Rama in zentraler Position wollte an der Strafraumgrenze ein hohes Zuspiel auf den links mitgelaufenen Adlung verlängern, köpfte die Kugel aber ins Nichts (41.). Zwei Minuten später fiel doch noch die 1860-Führung vor der Pause. Nach einem Eckball von Adlung konnte die Hachinger Defensive einen Kopfball von Vallori nur unzureichend klären. Kagelmacher kam halbrechts am Strafraum zum Abschluss, zielte aufs lange Eck. Rubin Okotie war zur Stelle, schob aus einem Meter den Ball zur 1:0 über die Linie (43.).

Kurz nach Wiederanpfiff scheiterte der eingewechselte Stephan Hain nach Adlung-Zuspiel in halblinker Position mit seinem Schuss an Hachings Keeper Felix Ruml (46.). Fünf Minuten später hämmerte Rama die Kugel aus 18 Metern an die Querlatte. Den Nachschuss setzte Claasen ans Außennetz (51.). In der 60. Minute konnte Markus Schwabl mit einer Grätsche gerade noch Adlung beim Abschluss stören. Zwei Minuten später kamen die Hachinger zur Ausgleichschance. Ein weiter Ball von Abelski verlängerte Pascal Köpke auf den freistehenden Lucas Hufnagl. Irgendwie brachte jedoch Ortega die Hand an den Zehn-Meter-Schuss des Hachingers, konnte so den Treffer verhindern (62.).

Sehenswerter Schlusspunkt

Fast im Gegenzug verlängert Vallori einen hohen Ball auf Claasen, der kam auf der linken Strafraumseite bis an die Grundlinie. Seine flache Rückgabe traf der kurz zuvor eingewechselte Marius Wolf aus elf Metern nicht richtig, schoss rechts am Tor vorbei (64.). Das Tor fiel auf der anderen Seite. Nach Pass von Yannic Thiel war Köpke zur Stelle, traf aus 14-Metern mit der Picke durch die Beine von Ortega zum 1:1 (68.).

In der 71. Minute wechselte Löwen-Coach Markus von Ahlen kräftig durch, brachte gleich acht neue Spieler zum Einsatz. Fünf Minuten nach seiner Einwechslung gab Krisztian Simon seine Visitenkarte ab. Der Ungar kam nach Zuspiel von Moritz Volz halbrechts aus 13 Metern zum Abschluss, schoss aber knapp links am Tor vorbei (76.). Zwei Minuten später streifte Hain eine Hereingabe am Torraum mit dem Scheitel, der Ball ging knapp am rechten Pfosten vorbei (78.). Hain kam auch nach einer Wolf-Flanke in der 86. Minute erneut an die Kugel, köpfte aber aus sechs Metern genau auf Ruml. Als alle schon mit einem Unentschieden rechneten, kam der große Auftritt von Korbinian Vollmann. Ein 28-Meter-Freistoß aus zentraler Position hämmerte er unerreichbar für Ruml ins linke Eck zum 2:1-Endstand. So gewannen die Löwen eine abwechslungsreiche Partie nach schleppendem Beginn am Ende verdient.