Doha - In einem rasanten und vor allem torreichen Duell hat RB Leipzig gegen den österreichischen Meister RB Salzburg nach einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3 erreicht. Durch das Remis bleiben die Leipziger auch im fünften Winter-Test weiterhin ungeschlagen (vier Siege, ein Unentschieden).

Früher Rückstand, gute Antwort

Trainer Alexander Zorniger setzte gegen Salzburg insgesamt 18 Spieler ein. Taktisch begann RB mit einer 4-3-3-Formation, wobei Yussuf Poulsen erstmals als Mittelstürmer agierte. Über links kam Emil Forsberg, rechts sollte Anté Rebic für Gefahr sorgen. In der Innenverteidigung durfte Probespieler Matthew Miazga ran.

Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches und zweikampfbetontes Spiel - wobei die Leipziger früh in Rückstand gerieten. Miazga foulte im Strafraum unglücklich den heranstürmenden Marcel Sabitzer. Beim fälligen Elfmeter ließ Jonatan Soriano RBL-Torhüter Fabio Coltorti keine Chance und verwandelte eiskalt zum 1:0 für Salzburg.

In der darauffolgenden Szene war Coltorti schließlich am Ball, als er den wuchtigen Kopfball von Martin Hinteregger über die Latte fingerte (14.). Die Leipziger kamen nun immer besser ins Spiel und drückten auf den Ausgleichstreffer. Vor allem Yussuf Poulsen (19.), Emil Forsberg (22., 25.) und Dominik Kaiser (33.) sorgten für Torgefahr. Unmittelbar vor der Pause belohnte sich Leipzig schließlich mit dem 1:1-Ausgleich. Nach einem mustergültig durchgesteckten Pass von Kaiser legte Poulsen auf Emil Forsberg ab, der nur noch einschieben musste (40.). Es war sein zweites Testspiel-Tor.

Poulsen und Frahn sind zur Stelle

Zur zweiten Halbzeit wechselte Zorniger auf sechs Positionen. Erneut kam Salzburg besser in die Partie und ging durch einen Doppelschlag von Takumi Minamino (48.) Valon Berisha (58.) mit 3:1 in Führung.

RBL ließ sich nicht beirren und antwortete postwendend. Nach einem cleveren Pass vom eingewechselten Diego Demme verkürzte Yussuf Poulsen auf 2:3 (60.).

Auch Torbulle Coltorti zeigte eine starke Partie und hielt durch zwei Top-Paraden gegen den freistehenden Marco Djuricin (67.) und Felipe Pires (69.) die Leipziger im Spiel.

In einer temporeichen Schlussphase verpasste Niklas Hoheneder jedoch zunächst den Ausgleich, nachdem sein Kopfball über die Latte flog (83.). Nur vier Minuten vor Abpiff fiel schließlich der verdiente Ausgleich. Nach einem herrlichen Solo im gegnerischen Strafraum bediente Poulsen Daniel Frahn, der sich die Chance nicht nehmen ließ und zum 3:3-Endstand vollstreckte (87.).

RB Leipzig

1. Halbzeit: Coltorti - Teigl, Sebastian, Miazga (35. Klostermann), Jung - Kimmich, Khedira, Kaiser - Rebic, Poulsen, Forsberg

2. Halbzeit: Coltorti - Klostermann, Hoheneder, Compper, Jung - Hierländer, Demme, Kalmár - Poulsen, Frahn, Forsberg