Dresden - Topstürmer Anthony Ujah lässt den "unschlagbaren" 1. FC Köln von der direkten Rückkehr in die Bundesliga träumen. Der Nigerianer schoss den Absteiger zum Abschluss des 26. Spieltags mit seinen Saisontreffern zehn und elf (73./81.) zum 2:0 (0:0) bei Dynamo. Der FC bleibt nach seinem 14. Spiel in Serie ohne Niederlage dem 1. FC Kaiserslautern im Rennen um den Einzug in die Aufstiegsrelegation auf den Fersen. Der Rückstand beträgt nur einen Punkt, am 5. April treffen beide Teams auf dem Lauterer Betzenberg aufeinander.

"Dynamo war am Drücker, griffiger, präsenter" sagte FC-Trainer Holger Stanislawski. "Das hätte auch in den entscheidenden Phasen gegen uns laufen können."

Die Dresdner stecken als 16. im Abstiegskampf auf dem Relegationsplatz fest. "Wir waren bis zum Tor die bessere Mannschaft, aber Köln hat das sehr clever gemacht", sagte Trainer Peter Pacult. "Uns fehlten die Übersicht und die Kaltschnäuzigkeit bei den Großchancen. Das ist bitter." Auf den VfL Bochum (26) fehlen den Sachsen allerdings nur zwei Punkte.

Dynamo-Kapitän Pote muss früh raus



Vor 27.284 Zuschauern mussten die Gastgeber gleich zu Beginn einen Rückschlag verkraften, als Kapitän Mickael Pote nach einem Pressschlag mit Kölns Stefan Maierhofer seinen Platz im Dynamo-Angriff für Pavel Fort räumen musste (13.). Nach dem Aus von Pote erarbeiteten sich die Gäste Feldvorteile, sauber vorgetragene Angriffe hatten allerdings Seltenheitswert.

Dafür war Dominic Maroh in der Abwehr auf dem Posten. Nachdem zunächst Kölns Torhüter Timo Horn einen Schuss von Filip Trojan abgewehrt hatte, klärte Maroh den Nachschuss von Robert Koch (30.) per Kopf kurz vor dem Fünfmeterraum. Von dieser Dresdner Doppelchance erholten sich die oft fahrig agierenden Kölner zunächst nicht, immer wieder ließen sie sich von den aggressiven und selbstbewussten auftretenden Gastgebern zurückdrängen.

Ujah trifft doppelt



Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Der FC behinderte sich dabei aber immer wieder durch eklatante Schwächen im Pass- und Aufbauspiel, auch vor dem Tor fehlte häufig die Konzentration. Maierhofer (60.) brachte es sogar fertig, den Ball aus wenigen Metern freistehend weit über das Tor der Gastgeber zu hebeln. Abgeklärter ging Ujah zu Werke, der zunächst nach einem Pass von Tobias Strobl Dresdens Torwart Benjamin Kirsten keine Chance ließ (73.) und wenig später einen Abpraller verwandelte (81.). Schon in der Vorwoche gegen Paderborn (3:0) hatte Ujah doppelt getroffen.