Osnabrück - Der VfL Osnabrück ist der Rückkehr in die 2. Bundesliga einen Schritt näher gekommen, hat aber eine Vorentscheidung in der Relegation verpasst. Der Drittligist gewann das Hinspiel gegen den Zweitliga-Sechzehnten. Dynamo Dresden im eigenen Stadion durch einen Treffer von Gaetano Manno (43.) mit 1:0 (0:0), doch Timo Staffeldt (58.) scheiterte mit einem Strafstoß an SGD-Elfmetertöter Benjamin Kirsten.

"Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Wir hatten zwei Riesenchancen und gehen nicht in Führung, das war ärgerlich", sagte Dresdens Trainer Peter Pacult. Sein Osnabrücker Kollege Alexander Ukrow war zumindest mit dem Ergebnis zufrieden: "Das war unser Minimalziel. Spielerisch müssen wir uns aber definitiv steigern."

Bereits 2011 waren beide Teams in der Relegation aufeinander getroffen, damals hatte Dresden in der Verlängerung des zweiten Spiels die Nase vorn. Mit dem überraschenden Sprung auf Platz 3 am letzten Drittliga-Spieltag im Rücken begannen die Gastgeber vor 15.500 Zuschauern erwartungsgemäß aggressiv. Bereits in der zweiten Minute musste Dresdens Filip Trojan gegen Simon Zoller auf der Linie klären.

Staffeldt vergibt Strafstoß



Die Riesenchance zur Führung für die Sachsen hatte Tobias Müller (12.), der frei vor Osnabrücks Keeper Manuel Riemann den Ball nicht über die Linie drücken konnte. Der Youngster musste noch vor der Pause verletzt vom Platz (31.). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ein Klassenunterschied war nicht zu sehen. Osnabrück zeigte sich allerdings als die zielstrebigere Mannschaft und wurde folglich durch Manno belohnt, der nach einer kurz ausgeführten Ecke mit einem platzierten Schuss aus spitzem Winkel den unsicher wirkenden Kirsten schlecht aussehen ließ.

Nach Wiederanpfiff hatte Dynamo seine stärkste Phase und drängte auf den Ausgleichstreffer, doch stattdessen bekam Osnabrück die Riesenchance zum 2:0: Dresdens Verteidiger Romain Bregerie sprang im Strafraum der Ball an die Hand, doch Staffelt scheiterte mit einem schlecht geschossenen Elfer an Kirsten, der den fünften von sieben Strafstößen in dieser Saison parierte.