In der 83. Spielminute erlöste Jakub Sylvestr den FC Erzgebirge mit seinem dritten Saisontor. Damit machte er den Traumstart der "Veilchen" perfekt (© Imago)
In der 83. Spielminute erlöste Jakub Sylvestr den FC Erzgebirge mit seinem dritten Saisontor. Damit machte er den Traumstart der "Veilchen" perfekt (© Imago)

Sylvestr trifft spät zum Sieg

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Aue - Jakub Sylvestr hat Erzgebirge Aue bei Tropenhitze in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga geköpft. Der Angreifer der Veilchen, der schon beim 2:1 beim FC Ingolstadt beide Tore erzielt hatte, sorgte mit seinem späten Treffer in der 83. Minute für Aues 1:0 (0:0)-Sieg gegen den SV Sandhausen. Während dem Team von Trainer Falko Götz der zweite Sieg im zweiten Spiel gelang, warten die Sandhäuser, die nur wegen der Insolvenz des MSV Duisburg nicht in die 3. Liga abgestiegen waren, nach dem torlosen Remis beim VfR Aalen weiter auf das erste Saisontor.

"Brutale Verhältnisse"

Auf dem Rasen des Erzgebirgsstadions herrschten um die 40 Grad, was sich eindeutig negativ auf die Qualität des Spiels auswirkte. Verständlicherweise fehlte den Aktionen das Tempo. Die Profis hatten mit den Temperaturen sichtlich zu kämpfen, mehr noch als die 8200 Zuschauer auf den Tribünen.



"Wir hatten in der ersten Halbzeit einige ordentliche Aktionen, danach ging nicht mehr viel. Wie so oft in der 2. Liga hat dann eine Standardsituation entschieden", sagte Aues Trainer Falko Götz, der bei "Sky" von "brutalen Verhältnissen" sprach. Sein Sandhäuser Kollege Alois Schwartz wollte sein Team nicht übermäßig kritisieren: "Wir hatten gute Möglichkeiten, aber kein Tor gemacht. Einziger Kritikpunkt ist aber, dass wir viel zu viele Standards zugelassen haben. So ist auch der Gegentreffer gefallen." Wegen der enormen Hitze war die Partie fast zwangsläufig nur in der Anfangsphase interessant. Nach nur knapp einer Minute unterlief SV-Mittelfeldspieler Marvin Knoll beinahe ein Eigentor, Frank Löning auf der Gegenseite (2.) sowie die Auer Zlatko Janjic (5.) und Solomon Okoronkwo (7.) verfehlten nur knapp die Führung.

Treffer aus heiterem Himmel



Danach wurde es zäh. Die durch Schiedsrichter Christian Dingert verordneten zweiminütigen Trinkpausen Mitte beider Halbzeiten änderten dies nicht. Das Spiel der überlegenen Gastgeber war nicht schnell und präzise genug.

Das bissige und von Trainer Alois Schwartz zumindest defensiv gut organisierte Sandhäuser Team hatten wenig Mühe, die Auer Bemühungen unter Kontrolle zu halten. Der Treffer für Aue nach einem Freistoß von Dorian Diring fiel wie aus heiterem Himmel. Bitter für Sandhausen: Der eingewechselte Ranisav Jovanovic (80.) hatte kurz vor dem 0:1 sogar die Gästeführung auf dem Fuß.