Hamburg - Dem SC Paderborn ist in der 2. Bundesliga ein Befreiungsschlag gelungen. Die auswärts zuvor sieglosen Ostwestfalen bezwangen den FC St. Pauli am Millerntor mit 2:1 (0:0). Die Kiezkicker verpassten durch die Niederlage dagegen den Sprung auf den dritten Platz.

Der ehemalige St.-Pauli-Profi Mahir Saglik (49.) und Johannes Wurtz (78.) trafen für die Ostwestfalen. Christopher Nöthe (66.) gelang nur der zwischenzeitliche Ausgleich.

Die 28.022 Zuschauer sahen besonders vor der Pause eine Begegnung auf mäßigem Niveau. Paderborn konzentrierte sich nach 13 Auswärts-Gegentoren in vier Spielen erfolgreich auf eine kompakte Defensive, St. Pauli fehlte die Durchschlagskraft. Einzig bei gelegentlichen Vorstößen über die Flügel wurde die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck gefährlich, offenbarte aber Schwächen im Abschluss.

Saglik trifft gegen seinen Ex-Club



Nur vier Minuten nach der Pause erzielte Saglik, von Juli 2011 bis Januar 2013 für St. Pauli aktiv, sein drittes Saisontor. Nach einem langen Ball von Mario Vrancic schob der Torjäger überlegt zur Führung ein.

Mit einem Schlenzer aus zwölf Metern gelang Nöthe der Ausgleich, doch Wurtz spitzelte den Ball nach Vorlage des eingewechselten Rick ten Voorde zum ersten Auswärtssieg des SCP seit mehr als sieben Monaten über die Linie.