Ingolstadt - Mit großer Moral hat Tabellenführer FC Ingolstadt die erste Saison-Niederlage in der 2. Bundesliga verhindert.  Die Schanzer kamen gegen den 1. FC Union Berlin durch ein Last-Minute-Tor noch zu einem 3:3 (2:2).

Damit hat der FCI nach 13 Spieltagen aktuell vier Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Darmstadt 98. Fortuna Düsseldorf könnte am Montag mit einem Sieg beim TSV 1860 München auf drei Zähler an den Spitzenreiter heranrücken, der nun seit 17 Partien ungeschlagen ist. Union verpasste den zweiten Auswärtssieg der Saison, steht aber zumindest vor den Abstiegsplätzen.

Köhler versenkt Strafstoß

Berlins Benjamin Köhler sorgte per Strafstoß für den ersten Ingolstädter Gegentreffer nach 536 Minuten (18.), Christopher Quiring legte drei Minuten später nach. Der FCI kam durch ein Eigentor von Michael Parensen (36.) und Marvin Matip (45.) noch vor der Pause zum 2:2-Ausgleich. Sebastian Polter (80.) brachte Union erneut in Führung, doch André Mijatovic schaffte in der ersten Minute der Nachspielzeit das 3:3.

"Wenn man in der 91. Minute den Ausgleich macht, ist der Punkt glücklich. Aber wenn man den kompletten Spielverlauf sieht, wäre mehr drin gewesen", sagte Matip bei Sky: "Ich bin stolz, wie die Mannschaft sich gegen Niederlagen stemmt. So werden wir noch viel Spaß in diesem Jahr haben."

Zunächst lief vor 8008 Zuschauern alles gegen die Gastgeber. Einem Tor von Matip wurde die Anerkennung verweigert (4.), der Strafstoß vor dem 0:1 war ebenfalls diskussionswürdig. Bei den Toren hatte der Tabellenführer aber auch Glück. Zunächst überlupfte Parensen bei einem Rettungsversuch seinen eigenen Torhüter Mohamed Amsif, dann traf Matip nach einem Freistoß von Pascal Groß mit dem Rücken.

SID

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