Paderborn - Der SC Paderborn hat seinen Matchball verwandelt und feiert ausgelassen seinen ersten Aufstieg in die Bundesliga. Die Ostwestfalen sicherten sich den 2. Tabellenplatz im Fernduell mit Verfolger SpVgg Greuther Fürth mit einem 2:1 (2:1) gegen den VfR Aalen. Fürth beendet somit die Saison mit zwei Punkten Rückstand auf dem Relegationsplatz.

Doch mitten in die Euphorie in der ausverkauften Benteler-Arena platzte zunächst das 0:1 durch Aalens Joel Pohjanpalo (9.). Schon fünf Minuten später konnte Marc Vucinovic (14.) ausgleichen, bevor Mario Vrancic (21.) das Stadion mit seinem Führungstreffer in ein Tollhaus verwandelte. 

"Hätte das jemand vor der Saison gesagt, hätten wir ihn für verrückt erklärt", sagte Urgestein Markus Krösche, der seine Karriere nach dieser Saison beendet. Erfolgstrainer Andre Breitenreiter ergänzte: "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, weil das dieser Mannschaft keiner zugetraut hat."

Pohjanpalo schockt Paderborn

Hamburgs Trainer Mirko Slomka, der einen möglichen Relegationsgegner beobachten wollte, sah von der ersten Minute an einen offenen Schlagabtausch mit viel Leidenschaft und Tempo. Eine Unachtsamkeit in der SCP-Abwehr ebnete Aalen den Weg zum 1:0. Doch Paderborns Trainer Andre Breitenreiter baute seine Mannschaft an der Seitenlinie gestenreich umgehend wieder auf.

Unbeirrt verfolgten die Gastgeber ihr großes Ziel und kamen durch Vucinovic zum Ausgleich. Mit breiter Brust setzte Paderborn nach und wurde durch Vrancic nach Vorlage von Mahir Saglik belohnt. Der Wille zum Sieg gegen den Gegner aus dem Niemandsland der Tabelle war auch nach dem Wechsel unverkennbar.

Paderborn rettet Vorsprung über die Zeit

Die zweiten 45 Minuten wurden zur Nervensache für die Gastgeber, zumal Aalen phasenweise besser ins Spiel kam. VfR-Trainer Stefan Ruthenbeck brachte mit Cidimar einen zweiten Stürmer, doch der Wechsel verfehlte seine Wirkung. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Manuel Junglas (86.) mit einem Kopfball.

Paderborn versuchte, die Begegnung zu kontrollieren. Die vereinzelten Konter versandeten, doch zum Sieg und dem damit verbundenen Aufstieg reichte es trotzdem.