Bochum - Der 1. FC Nürnberg hat den zweiten Sieg in Folge verpasst, seinen Aufwärtstrend in der 2. Bundesliga aber fortgesetzt. Die Franken erkämpften zum Auftakt des neunten Spieltags mit einer engagierten Vorstellung ein 1:1 (0:1) beim VfL Bochum und blieben erstmals in dieser Saison zweimal nacheinander ungeschlagen.

Bochum, das sich zumindest teilweise für das 0:5 gegen Heidenheim rehabilitierte, den Sprung auf Platz zwei aber verpasste, war in einem spannenden Spiel durch ein Traumtor von Michael Gregoritsch (44.) in Führung gegangen, ehe Jakub Sylvestr (56.) für die Gäste egalisierte. Für die Gastgeber war es das fünfte 1:1 im fünften Heimspiel der Saison - nie zuvor ist ein Team mit mehr Heim-Unentschieden in die 2. Liga gestartet.

"Wir haben unsere Leistung von Kaiserslautern bestätigt, das war mir wichtig", sagte Club-Coach Valerien Ismael. Sein Gegenüber Peter Neururer meinte: "Wir haben andere Ansprüche als immer 1:1. Langsam muss mal wieder ein Sieg her."

Ismael greift durch

Club-Coach Valerien Ismael hatte vor dem Spiel seinen harten Kurs fortgesetzt: Abwehrspieler Dave Bulthuis (24) wurde aus disziplinarischen Gründen ins Regionalliga-Team versetzt, der langjährige Stammkeeper Raphael Schäfer (35) zur Nummer drei degradiert, Kapitän Jan Polak (33) saß nach seiner Gelb-Rot-Sperre gegen Lautern zunächst nur auf der Bank.

Große Wirkung hatten die Maßnahmen zunächst nicht, von neuem Selbstbewusstsein war dem Club wenig anzumerken. Gastgeber Bochum hatte vor 25.094 Zuschauern zunächst etwas mehr vom Spiel, Liga-Toptorjäger Simon Terodde (acht Treffer) war viel unterwegs.

Gregoritsch mit Traumtor - Sylvestr gleicht aus

Große Torchancen blieben lange Mangelware, die erste vergab Sylvestr, der in der 35. Minute aus kurzer Distanz den Ball über das Tor setzte. Auf der Gegenseite wurde Nürnbergs neue Nummer 1 Patrick Rakovsky lange nicht ernsthaft geprüft, musste dann aber bei Gregoritschs Direktabnahme sogleich hinter sich greifen. Ein wunderschönes Tor des Bochumers!

Nach der Pause entwickelte sich eine zunehmend packende und erbittert geführte Auseinandersetzung. Nürnberg drängte auf den Ausgleich und wurde belohnt, als Alessandro Schöpf den slowakischen Angreifer Sylvestr wunderbar in Szene setzte, der sicher zum 1:1 einschob.

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