Hamburg - Aufatmen bei Ricardo Moniz, Enttäuschung bei Thomas Meggle: Ausgerechnet beim Angstgegner FC St. Pauli hat der Trainer vom TSV 1860 München mit einem allerdings etwas schmeichelhaften 2:1 (2:1)-Erfolg seinen ersten Saisonsieg eingefahren und damit dem Hamburger Kollegen den Einstand als Chefcoach gründlich verdorben.

Meggle wurde in der Nachspielzeit vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt. Die Bayern hatten im Duell der Ex-Bundesligisten zuletzt viermal in Folge den Kürzeren gezogen.

St. Pauli mit sieben Änderungen in der Startelf

Die Gäste gingen in der 18. Minute durch einen von Leonardo verwandelten Foulelfmeter in Führung, vorausgegangen war ein Foul von Tom Trybull gegen Grzegorz Wojtkowiak. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war Yannick Stark aus kurzer Distanz erfolgreich. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte John Verhoek (31.) mit einem wuchtigen Flachschuss.

Meggle, in der Länderspielpause als Nachfolger des glücklosen Roland Vrabec zum Cheftrainer befördert, hatte die Startformation der Hanseaten gleich auf sieben Positionen verändert. Vor 27.892 Zuschauern am Millerntor waren die Norddeutschen engagiert, wirkten aber oftmals auch übereifrig. Die Gäste hingegen agierten rationeller und teilten sich ihre Kräfte besser ein.

Nach dem Seitenwechsel dominierten die Gastgeber weiterhin das Spielgeschehen, es mangelte nun jedoch mehr und mehr an guten Einschussmöglichkeiten. Mittelfeldspieler Dennis Daube hatte in der 53. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, traf jedoch nur das Außennetz.

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