Heidenheim - Der FC St. Pauli hat im Abstiegskampf der 2. Bundesligaiga einen schweren Dämpfer hinnehmen müssen. Die harmlosen Hamburger verloren ein zähes Spiel beim 1. FC Heidenheim mit 1:2 (0:0) und fielen auf den letzten Tabellenplatz zurück. Aufsteiger Heidenheim dagegen kann als Achter für ein weiteres Jahr im Unterhaus planen.

Robert Leipertz (62.) und Marc Schnatterer (82.) per Foulelfmeter erzielten die Tore für Heidenheim, das den Makel der schlechtesten Rückrundenmannschaft durch den Sieg abstreifte. St. Pauli kam durch Christopher Nöthe (90.+3) noch zum Anschlusstreffer, scheiterte aber bei dem Versuch, die Plätze 16 bis 18 erstmals seit dem 10. Spieltag zu verlassen. Überdies verletzte sich Trainer Ewald Lienen an der rechten Hand, als er bei dem Versuch zu Fall kam, einen ins Seitenaus rollenden Ball zu stoppen.

Leipertz ist der Mann des Spiels

Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Voith-Arena war Lienen "erst einmal die defensive Stabilität wichtig", wie er bei Sky vor dem Spiel sagte. Entgegen kam ihm dabei, dass Heidenheim offensiv zu durchsichtig agierte. Im eigenen Spiel nach vorne fehlte St. Pauli der Mut und die Durchschlagskraft. Das rächte sich, als Florian Niederlechner einen langen Ball vor der Torauslinie volley zu Leipertz verlängerte, der rechts am langen Pfosten nur noch einschieben musste. Robert Leipertz holte dann in der Schlussphase auch den Elfmeter für die Gastgeber heraus, als er von Armando Cooper im Strafraum gefoult wurde.

Nach dem Spiel haderte Ewald Lienen vor allem mit der Chancenverwertung. "Das war kein Spiel, das man verlieren musste. Wir haben die erste Halbzeit klar dominiert und nichts zugelassen, aber wir müssen eben einfach unsere Chancen nutzen", sagte Lienen bei Sky.

SID

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