Hamburg - Der FC St. Pauli kommt in der 2. Bundesliga nicht aus der Krise. Nach dem bitteren 1:3 (0:2) gegen den 1. FC Kaiserslautern und der dritten Niederlage in Serie stürzte die Mannschaft von Trainer Thomas Meggle am 15. Spieltag auf den letzten Tabellenplatz ab.

Die Kiezkicker zeigten eine engagierte, aber zu strukturlose Vorstellung und verloren durch die Gegentore von Amin Younes (22.), Jean Zimmer (30.) und Sebastian Jacob (87.). Der Anschlusstreffer durch Marcel Halstenberg (59.) sorgte für eine Drangphase der Hamburger, die sich aber dennoch zu wenig Torchancen erarbeiteten. St. Pauli hat nun drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. In den letzten drei Heimspielen kassierten die Hamburger nun zehn Gegentore.

Kaiserslautern nun Vierter

Die Roten Teufel meldeten sich mit dem ersten Dreier nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg dagegen im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga zurück. Das Team von Trainer Kosta Runjaic kletterte auf Rang Vierter und ist punktgleich mit dem Zweiten Darmstadt 98.

"Wenn man keine Erfolge einfährt, hat man kaum Argumente auf seiner Seite. Aber wie sich die Mannschaft zurückgekämpft hat, hat mir gut gefallen und Mut gemacht", sagte Thomas Meggle bei Sky. Der Pauli-Coach bedankte sich bei den Anhängern für die "sensationelle Unterstützung": "Die Fans rechnen uns keine Fakten vor, sie spüren die Emotionen. Das ist St. Pauli, und St. Pauli lebt!"

Die Hamburger präsentierten sich vor 23.584 Zuschauern vorne zu harmlos und verteilten hinten Geschenke. Amin Younes und Jean Zimmer nutzten die Unkonzentriertheiten eiskalt aus. Die Gegentreffer fielen durch schnell vorgetragene Konter, nachdem St. Pauli den Ball im Spielaufbau verloren hatte. Halstenberg profitierte bei seinem Fernschuss von einer verunglückten Faustabwehr von FCK-Keeper Tobias Sippel.

St. Pauli kann Drangphase nicht nutzen

Danach dominierte St. Pauli das Spiel, profitierte auch von der Einwechslung von John Verhoek und später Ante Budimir. Die beiden Angreifer schafften es den Ball zu halten und abzulegen. Auch die Hereinnahme von Philipp Ziereis zahlte sich aus, da St. Pauli dadurch stabiler wurde. Schlussendlich half aber alles nichts, da der FCK die Drangphase unbeschadet überstand und durch den eingewechselten Sebastian Jacob viel zu leicht das entscheidende 1:3 erzielen konnte.

Die frustrierten Fans der Hanseaten warten nun schon seit 57 Tagen, seit dem 3:0 am 4. Oktober gegen Union Berlin, auf einen Sieg. Der 1. FC Kaiserslautern feiert hingegen den ersten Auswärtssieg in dieser Saison und kann sich nun wieder weiter nach oben orientieren.

Mit Material vom SID

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