Kaiserslautern - Der SC Freiburg hat den Druck auf die Spitze der 2. Bundesliga erhöht. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich siegte am 6. Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern mit 2:0 (0:0) und verkürzte den Rückstand auf Tabellenführer VfL Bochum auf einen Zähler.

Amir Abrashi (72.) und Torjäger Nils Petersen (87.) erzielten die Treffer für den Bundesliga-Absteiger. Kaiserslautern droht nach der zweiten Niederlage in Serie früh den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren.

Vor 32.834 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion waren die Freiburger in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft, konnten dies aber nur selten in Torchancen ummünzen. Die erste Gelegenheit hatten deshalb die Gastgeber, Kacper Przybylko (5.) verzog jedoch seinen Abschluss vom rechten Strafraumrand. Nach einem Foul von Markus Karl an Maximilian Philipp (23.) forderte Freiburg vergeblich Elfmeter, Petersens Abseitstor (33.) zählte zurecht nicht.

"Es war ein sehr intensives Spiel und beide Mannschaften haben sich neutralisiert", sagte FCK-Trainer Kosta Runjaic bei Sky: "Der erste Fehler wurde dann knallhart bestraft". Freiburgs Torschütze Abrashi lobte vor allem die konsequente Abwehrarbeit: "Wir waren defensiv sehr stabil und haben fast nichts zugelassen. Das war der Schlüssel."

Auch nach dem Seitenwechsel blieben echte Tormöglichkeiten zunächst Mangelware. Erst durch Philipps Direktabnahme (59.) schnupperten die Gäste am Führungstreffer, auf der Gegenseite prüfte Ruben Jenssen (61.) SC-Keeper Alexander Schwolow aus spitzem Winkel. Nach einem Ballverlust von FCK-Verteidiger Stipe Vucur bediente Karim Guedé Neuzugang Abrashi, der kaltschnäuzig ins linke Toreck traf. Petersen machte mit seinem sechsten Saisontreffer alles klar.

Insgesamt war der Sieg der Breisgauer verdient. Kaiserslautern zeigte Probleme beim Spielaufbau und zeigte nur wenige zusammenhängende Spielzüge. Freiburg machte die Sache etwas besser und verdiente sich die drei Punkte vor allem durch die höhere Ballsicherheit und die reifere Spielanlage. Bei beiden Teams war jedoch zu sehen, dass noch nicht alles so funktioniert, wie es sich Kosta Runjaic und Christian Streich wünschen.

SID

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