Köln - Die 2. Bundesliga ist so stark und so ausgeglichen wie nie. Nach 14 Spielen trennt die drei Spitzenteams lediglich das Torverhältnis. bundesliga.de zieht eine Zwischenbilanz mit vielen weiteren interessanten Daten und Fakten.

Im Gleichschritt

Der Sport-Club aus Freiburg, die Kiezkicker vom FC St. Pauli und RB Leipzig - alle drei Teams haben 26 Zähler auf dem Konto und stehen damit auf den drei möglichen Aufstiegsplätzen. So eine Konstellation gab es in der 2. Bundesliga zuletzt vor 30 Jahren. 1985/86 führten Darmstadt, Alemannia Aachen und Fortuna Köln nach 14 Spielen mit jeweils 18:10 Punkten die Tabelle an. Alle drei schafften den Aufstieg damals jedoch nicht. Die Fortuna scheiterte unglücklich im dritten Relegationsspiel an Borussia Dortmund.

Der Tiger beißt zu

Stefan Effenberg ist in Paderborn voll engagiert © imago / osnapix

Der berühmteste Neuzgang der 2. Bundesliga sitzt auf der Tranierbank: Stefan Effenberg. Der ehemalige Nationalspieler, als Profi einst "Tiger" genannt, wurde im Oktober vom SC Paderborn 07 verpflichtet. Und siehe da: Effenberg kam, sah und siegte. Erst 2:0 gegen Eintracht Braunschweig, dann 2:0 bei Union Berlin. Seit nunmehr vier Spielen ist der SCP ungeschlagen.

Remis-Könige

Sagenhafte zehn Unentschieden in 14 Spielen: Arminia Bielefeld führt die Statistik mit den meisten Remis mit deutlichem Abstand von 1860 München (7) an. Der Aufsteiger ist auch eins von nur vier Teams, das erst zwei Niederlagen kassiert hat - die anderen drei stehen auf den Tabellenplätzen eins bis drei.

Herausragender Spieler

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Nils Petersen ist nach 14 Partien DER Spieler der laufenden Saison. Elf Tore hat bislang kein anderer in der 2. Bundesliga erzielt. Und auch in der Scorer-Wertung liegt der Stürmer-Star des SC Freiburg vorne: Dank dreier Tor-Vorlagen kommt er auf 14 Punkte. Zweitbester Scorer ist Simon Terodde vom VfL Bochum (10 Tore/ 0 Assists).

Faire Ostwestfalen

Die bisher fairste Mannschaft der 2. Bundesliga ist Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen führen nach 14 Spielen die Fairplay-Tabelle an. Die DSC-Spieler bekamen 24 gelbe und eine gelb-rote Karte. Dicht dahinter rangieren der FC St. Pauli (28/0) und der 1. FC Heidenheim (26/1).

König der Zweikämpfer

Sandhausens Tim Kister ist der beste Zweikämpfer der 2. Bundesliga. 69,2 Prozent seiner Duelle entschied er für sich - obwohl er sich in einem Spiel die Nase brach. Unions Toni Leistner (69,1 %) folgt Kister nur knapp auf den Fersen.

Viererpacker

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Das ist in dieser Saison erst einem Spieler gelungen: St. Paulis Lennart Thy schlug beim 4:0 gegen Fortuna Düsseldorf gleich vier Mal zu. Dabei ist der 23-jährige Stürmer gar kein klassischer Torjäger. Zuvor hatte er erst ein Tor in dieser Saison und insgesamt 15 in 91 Zweitligaspielen für die Hamburger erzielt.

Spannendstes Spiel

Das Spiel der bisherigen Saison stieg gleich am 2. Spieltag in Sandhausen. Beim Duell des SV Sandhausen mit dem 1. FC Union Berlin ging es hin und her. Nach 1:0 für den SVS, drehten die Eisernen die Partie auf 2:1, Ausgleich, wieder 3:2 für Union. In den letzten zehn Minuten konnten die Hausherren das Match aber doch noch zu ihren Gunsten wenden und schließlich mit 4:3 gewinnen.

Zuschauer-Primus

RB Leipzig hat bislang die meisten Fans angelockt. Fast 207.000 Zuschauer sahen die sieben Heimspiele in der Red Bull-Arena. Der FC St. Pauli kommt auf fast 205.000, der 1. FC Nürnberg auf annähernd 185.000.

"Punkteverschwender"

15 Punkte hat der 1. FC Union Berlin nach 14 Spielen auf dem Konto, ist damit 14. in der Tabelle. Doch die Eisernen könnten auch ganz woanders stehen - wenn sie ihre Führungen über die Zeit bringen würden. Schon acht Mal lagen die Hauptstädter in einem Spiel vorne, um sich den Sieg am Ende noch abnehmen zu lassen, fünf Mal spielten sie noch Remis, drei Partien wurden sogar verloren. Insgesamt gingen Union so 19 Punkte noch durch die Lappen. Mit 34 Zählern wären die Eisernen mit großem Abstand Spitzenreiter.