St. Paulis Florian Bruns spricht im Interview über die letzten drei Spiele, die Partie gegen Kaiserslautern und die Tatsache, dass er mit sechs Treffern bester Torschütze in Braun-Weiß ist.

Frage: Das 2:2 in Osnabrück mit Toren im Minutentakt war ein spannender Rückrundenauftakt. Das positive Hochgefühl ist aufgrund der beiden nachfolgenden Partien schnell verpufft. Was lief verkehrt?

Florian Bruns: Wir haben nach dem Osnabrück-Spiel auch gedacht, dass es ein guter Einstieg in die Rückrunde wäre; allerdings sind wir dann ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen bzw. -geholt worden. Im Heimspiel gegen Greuther Fürth haben wir es einfach nicht geschafft, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben und was uns bei jedem Heimspiel stark gemacht hat: mutig nach vorne zu spielen, in die Zweikämpfe zu kommen und über den Kampf die Spiele dann auch für uns zu entscheiden. In Oberhausen haben wir die erste Halbzeit komplett verschlafen, obwohl wir echt eine gute Trainingswoche nach dem Fürth-Spiel hatten. Doch wir haben uns zu viele individuelle Fehler sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive geleistet. Wenn man dann nach zwanzig Minuten einem 0:3 hinterher läuft, ist das Spiel eigentlich schon gelaufen. Dass wir trotzdem am Ende die Möglichkeit hatten, mit einem Unentschieden nach Hause zu fahren, spricht wieder für die Mannschaft. Letztendlich reichte aber die eine Halbzeit nicht aus, um das Spiel zu drehen. Jetzt haben wir noch ein paar Tage Zeit, uns auf das nächste Spiel vorzubereiten; da müssen wir natürlich viele Sachen besser machen.

Frage: Was erwartet Ihr von Kaiserslautern?

Bruns: Letztendlich kommt hier jemand her, der uns die Punkte wegnehmen will. Wir haben trotzdem das nötige Selbstvertrauen, um das Spiel gewinnen zu wollen und zu können. So gehen wir auch in die Partie. Natürlich haben wir in den letzten beiden Wochen Dämpfer bekommen. Aber die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern ist auch nicht so gut in die Rückrunde gestartet, wie sie sich das vorgenommen hat. Ich glaube, dass es ein verdammt hartes und kampfbetontes Spiel werden wird. Hier kann eine Mannschaft nur bestehen, indem sie kämpft, läuft und Fußball spielt.

Frage: Mit sechs Treffern sind sie St. Paulis bester Torschütze. Und trotzdem taichen Sie in den Medien verhältnismäßig wenig auf. Enttäuscht?

Bruns: Nein, jeder Spieler kann selbst steuern, wie er wo auftaucht. Ich bräuchte nur in dem ein oder anderen Interview andere Sachen raus hauen oder mich anders verhalten, dann wird es wahrscheinlich auch hier oder da eine größere Überschrift geben. Aber das ist nicht meine Art. Diesbezüglich sollte es innerhalb der Mannschaft immer eine gute Mischung geben. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich in den Medien zu kurz komme, und daher ist das okay.