Velden (Österreich) - Tag drei im Trainingslager hatte für die Spieler des VfL Bochum 1848 einige Überraschung parat.

Nicht nur, dass am Vormittag ein Spieler abreiste, am Nachmittag bat Cheftrainer Friedhelm Funkel zu einer ungewöhnlichen Einheit, die anstrengender war als es zu Beginn schien.

Sestak vor Abschied

Aller Voraussicht nach wird Stanislav Sestak in der kommenden Saison nicht für die "Blau-Weißen" von der Castroper Straße auflaufen. Der türkische Erstligist MKE Ankaragücü ist an einer Ausleihe des slowakischen Nationalspielers interessiert.

Nach Rücksprache mit Vorstand und Cheftrainer wurde der Angreifer vom Trainingsbetrieb freigestellt, um in der Türkei die Vertragsgespräche zum Abschluss zu bringen. Sestak flog erst einmal von Klagenfurt über Wien in seine slowakische Heimat. Am Donnerstag wird er in der türkischen Hauptstadt erwartet.

Knochenprellung

Glück im Unglück hatte am Dienstagabend Kevin Vogt. Der Mittelfeldspieler prallte wenige Minuten vor dem Abpfiff des Freundschaftsspiels gegen den US Palermo mit seinem Gegenspieler aneinander und blieb liegen.

"Er hat mich unabsichtlich am Knie erwischt. Wenn ich in der Situation den Fuß auf der Erde gehabt hätte, wären wahrscheinlich alle Bänder durch." So hatte der 18-Jährige Glück im Unglück. Vogt zog sich lediglich eine Knochenprellung zu. Am Wochenende will der Spieler wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Beachvolleyball

Der Tag nach dem Testspiel gegen den US Palermo hatte eine Abwechslung für die Funkel-Schützlinge parat. Während am Vormittag noch eine Einheit auf dem Platz absolviert worden war, wurden am Nachmittag die Fuß- gegen Volleybälle eingetauscht. Auf Sand standen sich sechs Teams gegenüber, die aus vier bzw. fünf Spielern bestanden.

Im Modus "Jeder gegen Jeden" wurde fünf Mal zwölfeinhalb Minuten gebaggert, geschmettert, geblockt oder gepritscht. Eine Einheit, die viel Spaß brachte, aber auch konditionell nicht ohne war. "Durch den sandigen Untergrund geht das richtig in die Beine und ist zudem gelenkschonend", konstatiert Friedhelm Funkel, der durch den optischen Eindruck seiner Jungs bestätigt wurde. Den Spielern liefen nicht nur die Schweißperlen über die Stirn, einige mussten nach dem Schlusspfiff richtig pumpen.