Gundelfingen - "Von einem Klassenunterschied war in der 1. Halbzeit gar nichts zu spüren. Ich bin enttäuscht über die Art und Weise, wie wir da aufgetreten sind. Das war einfach zu locker", fand Ingolstadts Coach Michael Wiesinger nach der Testspielpleite gegen die Mannschaft des 1. FC Heidenheim (3. Liga) deutliche Worte.

Mit 1:3 hatten die Schanzer das Spiel zuvor verloren, dabei sollten die Profis eigentlich Selbstvertrauen tanken für die kommenden Liga-Aufgaben. Nichts war's, denn vor allem eine schwache 1. Halbzeit im "Schwabenstadion" des FC Gundelfingen ebnete den Weg in die Pleite.

Heidenheims Andreas Spann hatte schon in der 8. Minute ein Warnsignal abgegeben (Außennetz), bevor er in der 24. Minute Sturmkollegen Alper Bagceci mustergültig einsetzte und den Ball genau durch die Nahtstelle der Viererkette steckte. Bagceci blieb vor Kirschstein eiskalt und verwandelte unhaltbar, auch wenn der 30-jährige Keeper der "Schanzer" noch dran war.

FCI rennt Rückstand hinterher

Ingolstadt versuchte vergebens, den Rückstand zu egalisieren. Der agile Andreas Spann sorgte kurz vor der Pause nochmal für Aufmerksamkeit, seinen Solo-Lauf konnte er aber nicht mit einem Treffer krönen und zirkelte das Leder knapp am langen Pfosten vorbei. Das muntere Wechselspiel nach dem Pausentee sorgte für Belebung, gefährlicher war aber zunächst die Mannschaft von Frank Schmidt, der beim Trainerlehrgang mit Michael Wiesinger die Schulbank drückt. In der 65. Minute fand eine Feistoßflanke aus dem Halbfeld den 28-jährigen Ex-Ingolstädter Martin Klarer, der drückte mit links aus rund 8 Metern ein - keine Chance für Michael Lutz, der in der 2. Halbzeit den Kasten hütete. .

"Wir sind schon vor dem Gegentor mächtig reingedrückt worden, nach dem 2:1 kann der Ausgleich auch noch fallen. Dass wir dann das 3:1 machen, war für die Mannschaft wichtig", so Schmidt im anschließenden Rückblick. Tatsächlich wäre das 2:2 drin gewesen, der Treffer fiel aber auf der anderen Seite. Ein klassischer Konter, eingeleitet durch einen langen Ball auf den schnellen Spann. Der Heidenheimer mit der Rückennummer 10 enteilte der FCI 04-Defensive und schloss aus halbrechter Position mustergültig ins lange Eck ab.

Ingolstadt: Kirschstein (46. Lutz) – Görlitz, Matip (46. Pisot), Ruprecht, Kaufmann (46. Fink) – Manuel Hartmann (46. Metzelder), Buchner (46. Bambara), Leitl (59. Dedola), Gerber – Hofmann (46. Zielinsky), Hartmann (68. Wohlfarth)