Der TSV 1860 München zieht genauso in die 2. Hauptrunde ein wie der MSV Duisburg und Wehen Wiesbaden. Ausgeschieden ist die TuS Koblenz, die im Elfmeterschießen am FC Oberneuland scheiterte. Im Zweitliga-Duell behält Nürnberg gegen Ahlen im Elfmeterschießen die Oberhand. Oberhausen zieht gegen den Bundesligisten aus Leverkusen den Kürzeren.

Rot Weiss Ahlen - 1. FC Nürnberg 3:4 n. Elf. (0:0)

Der 1. FC Nürnberg hat dank Torhüter Raphael Schäfer zum siebten Mal in Folge die 1. Runde des DFB-Pokals überstanden. Die Franken, Cup-Gewinner von 2007, setzten sich im Zweitliga-Duell bei Rot-Weiß Ahlen nach 120 torlosen Minuten mit 4: 3 im Elfmeterschießen durch.

Schäfer, nach einer enttäuschenden Saison beim VfB Stuttgart vor dieser Spielzeit zum FCN zurückkehrte, parierte gleich die Schüsse von Philipp Heithölter und Baldo Di Gregorio. Die Westfalen scheiterten damit zum vierten Mal in Serie in der 1. Runde des Pokal-Wettbewerbs.

4.266 Zuschauern im Wersestadion sahen einen verhaltenen Beginn. Die große Chance zur Führung besaßen aber die Gastgeber, als Grover Gibson vor dem leeren Tor nach einer Hereingabe von Lars Toborg am Ball vorbeirutschte. Im zweiten Durchgang wurde die Partie lebendiger. Nach 53 Minuten kamen dann auch die Franken endlich zu ihrer ersten guten Chance, doch Marek Mintal traf nur das Außennetz. Danach hatten die Ahlener klare Feldvorteile, bekamen das Spiel immer besser in den Griff und hatten in der 60. Minute Pech, als Kevin Großkreutz per Kopfball nur die Latte traf.


RW Oberhausen - Bayer 04 Leverkusen 2:3 n. Verl. (1:1, 0:0)

Nationalspieler Patrick Helmes hat Bayer Leverkusens neuem Trainer Bruno Labbadia einen gelungenen Pflichtspiel-Einstand beschert. Der Neuzugang vom Nachbarn 1. FC Köln erzielte beim 3:2 (1:1, 0:0)-Erfolg nach Verlängerung bei Zweitliga-Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen den Siegtreffer in der 111. Minute. Die Leverkusener, die sich lange Zeit schwer taten, verhinderten damit eine Pleite wie im Vorjahr, als sie in der 1. Runde des DFB-Pokals beim FC St. Pauli ausschieden (0:1).

Bayer war durch ein Traumtor von Neuzugang Renato Augusto (68.) in Führung gegangen. Julian Lüttmann in der dritten Minute der Nachspielzeit und Mike Terranova (97.) drehten die Partie zunächst für Oberhausen, ehe Theofanis Gekas erneut ausglich (104.).

Lüttmann erzwingt Verlängerung

Vor 10.117 Zuschauern im Niederrhein-Stadion zeigten Helmes, Constant Djakpa und Henrique ordentliche Ansätze in einer Bayer-Elf, die allerdings über weite Strecken der Partie ein druckvolles Spiel vermissen ließ. Gastgeber RWO war lange Zeit ebenbürtig, ein Klassenunterschied kaum zu erkennen.

Nach der Pause zeigte Leverkusen etwas mehr Engagement. Semmler musste gleich drei Mal gegen Helmes (51.), Henrique (52.) und Stefan Kießling (55.) abwehren. Beim Weitschuss von Renato Augusto war er allerdings machtlos. In der Nachspielzeit schoss der Ex-Leverkusener Tim Kruse knapp neben das Tor, ehe Lüttmann in allerletzte Sekunde die Verlängerung erzwang. Dort traf Terranova zunächst die Latte (94.) und wenig später das Tor.


FC Oberneuland - TuS Koblenz 6:5 (1:1 n.Verl., 5:4 n. Elf.)

Eine Woche vor dem Saisonstart in der 2. Bundesliga scheiterte die TuS Koblenz durch ein 4:5 im Elfmeterschießen beim Regionalligisten FC Oberneuland in der 1. DFB-Pokal-Runde. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 0:0) gestanden.

Andreas Richter hatte Koblenz in Führung gebracht (70.), Nils Laabs erzwang mit seinem Treffer die Verlängerung. Im Elfmeterschießen versagten auf Koblenzer Seite schließlich Kapitän Branimir Bajic und Manuel Hartmann die Nerven. Für die TuS, die am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen in die Saison startet, war es das dritte Erstrunden-Aus in den vergangenen vier Jahren.

Knapp 1.000 Zuschauer sahen beim dritten Auftritt des Clubs aus dem Bremer Stadtteil Oberneuland im DFB-Pokal nach 1993 (1:8 gegen den Chemnitzer FC) und 2003 (2:5 n.V. gegen den 1. FC Köln) eine überzeugende Leistung des Außenseiters. Der Favorit schien nicht die richtige Einstellung zu finden und hatte gleich zwei Mal großes Glück, als zunächst Laabs (11.) und dann auch Danny Cornelius (44.) jeweils die Latte trafen. Auch nach dem Wechsel war die Partie lange Zeit ausgeglichen und so kam Koblenz durch Richters Kopfball sehr glücklich zur Führung.


TSG Neustrelitz - TSV 1860 München 0:2 (0:2)

Ex-Nationalspieler Benjamin Lauth hat ein gelungenes Comeback im Trikot von 1860 München gefeiert und den Zweitligisten in die zweite Runde des DFB-Pokals geführt.

Der Stürmer, der bereits von 1992 bis 2004 für die "Löwen" auf Torejagd ging, erzielte beim 2:0 (2:0)-Sieg bei Oberligist TSG Neustrelitz den Führungstreffer (22.).

Schon eine Minute stellte Mustafa Kucukovic die Weichen mit dem zweiten Treffer endgültig auf Sieg.


ASV Bergedorf 85 - MSV Duisburg 1:5 (0:1)

Neuzugang Sandro Wagner hat den MSV Duisburg den Weg in die 2. Runde geebnet. Der von Rekordmeister Bayern München verpflichtete Stürmer war mit einem Doppelpack maßgeblich am 5:1 (1:0) gegen den tapferen Hamburger Oberligisten ASV Bergedorf 85 beteiligt. Neben Schwarz waren noch der Kameruner Neuzugang Dorge Rostand Kouemaha, Nicky Adler und Ibrahim Salou erfolgreich.

Vor 2.400 Zuschauern im Stadion Sandertannen war der Bundesliga-Absteiger, der seit dem Pokalfinale 1998 als bestes Ergebnis zweimal das Viertelfinale aufweist, konsequenter in der Chancenauswertung.

Wagner sorgte mit einem Flachschuss für das 1:0 (10.), Kouemaha erzielte das vorentscheidende 2:0 per Kopf (49.), Wagner traf ebenfalls per Kopf zum 3:0 (59.), Adler (71.) und Salou (76.) nach Alleingängen per Flachschuss.


Darmstadt 98 - SV Wehen Wiesbaden 0:2 (0:0)

SV Wehen Wiesbaden hat ebenfalls die 2. Runde erreicht. Die Hessen setzten sich in der ersten Runde mit Mühe im Derby bei Regionalligist Darmstadt 98 durch.

Sanibal Orahovac (68.) und Abdelaziz Ahanfouf (85.) retteten den Gästen mit ihren späten Treffern den 2:0 (0:0)-Erfolg.