München - Der 1. FC Kaiserslautern hat eine ereignisreiche Woche hinter sich. Erst das bittere 0:4 beim VfR Aalen, dann die Entlassung von Trainer Franco Foda und die Installation von Interimscoach Oliver Schäfer. Und als wäre das alles noch nicht aufregend genug, steht im Heimspiel gegen Energie Cottbus am Montagabend der nächste sportliche Härtetest an.

Es gibt zweifellos günstigere Vorzeichen für den Einstand auf der Bank als die allseits geforderte Wiedergutmachung für die zweithöchste Niederlage der Vereinsgeschichte in der 2. Bundesliga (ab 20 Uhr im Live-Ticker). Trotzdem ist Schäfer, der als Spieler acht Jahre für den FCK gegen den Ball getreten und am Betzenberg zuletzt als Fitnesscoach zum Trainerstab gehört hatte, durchaus zuversichtlich.

"Ich hoffe, dass das eine Partie wird, wie man das auf dem Betzenberg kennt und dass aus der kleinen Flamme, die wir entzünden wollen, wieder ein großes Feuer wird ", meinte der 44-Jährige, der seine Mannschaft bei diesem Vorhaben aber keineswegs blind anrennen, sondern lieber kontrolliert nach vorne agieren lassen will: "Mein Ansatz ist es, aus einer Kompaktheit und einer gewissen Sicherheit heraus zu spielen."

Top-Torjäger Idrissou und Sanogo fallen aus



Personell müssen die Pfälzer dabei improvisieren. Denn neben den langzeitverletzten Enis Alushi, Marc Torrejon, Steven Zellner und Albert Bunjaku stehen Ariel Borysiuk (Fußverletzung), Kostas Fortounis (Nationalmannschaft) und Top-Torjäger Mohamadou Idrissou (Rot-Sperre) nicht zur Verfügung. Der Kameruner dürfte schwer zu ersetzen sein, immerhin gingen vier der sieben Tore der "Roten Teufel" auf sein Konto.

Auch den Lausitzern fehlt mit Sechs-Tore-Mann Boubacar Sanogo der wichtigste Angreifer, der Ivorer ist nach einem Platzverweis in der Vorwoche ebenso gesperrt wie Alexander Bittroff. Einem Einsatz von Stammkeeper Robert Almer und Stürmer Erik Jendisek steht dagegen nichts im Wege. Nach Rücksprache mit den Nationaltrainern von Österreich und der Slowakei wird das Duo erst nach dem Spiel zu den anstehenden Länderspielen abreisen.

Jendrisek kehrt zurück



Vor allem Jendrisek ist heiß auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte: "Es ist immer schön, in Stadien wie dem Betzenberg zu spielen. Kulisse und Stimmung sind toll. Ich freue ich mich auf die Begegnung unter Flutlicht, es gibt nichts Schöneres."

Sein Trainer Rudi Bommer weiß allerdings auch, dass sein Team im Fritz-Walter-Stadion noch nie gewonnen hat - und ist dementsprechend gewarnt: "Kaiserslautern will aufsteigen und hat die Mannschaft dazu. Wir sollten uns nicht einbilden, dass dort Krisenstimmung herrscht. Das Publikum ist auch noch da und schafft stets eine besondere Atmosphäre."



Schiedsrichteransetzungen