Köln – Beim Spitzenspiel der 2. Bundesliga stehen sich am Montagabend der SC Freiburg und der 1. FC Nürnberg gegenüber. Beide Mannschaften haben den Anspruch, um den Aufstieg mitzuspielen, hatten in der Vorbereitung jedoch so manche Probleme.

Und aller Voraussicht nach wird das Schwarzwaldstadion ausverkauft sein, denn bereits 22.500 Tickets gingen über den Ladentisch. Die Hausherren aus Freiburg spielten zuletzt ohnehin sehr gerne gegen den Club, schließlich ist man seit zehn Spielen gegen die Franken ungeschlagen. Diese Partien fanden jedoch alle in der Bundesliga statt. Betrachtet man die Bilanz der Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga, gibt sich ein umgekehrte Bild: Nürnberg gewann alle acht Duelle. Gegen keinen anderen Zweitligisten haben die Breisgauer so eine schlechte Bilanz.

 Streich fordert Offensiv-Spieler

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Für Christian Streich steht nach dem Abstieg ein Umbruch an: Leistungsträger wie Roman Bürki, Jonathan Schmid, Felix Klaus und Vladimir Darida konnten nicht gehalten werden, dafür wurde Top-Torjäger Nils Petersen, der zuvor von Bremen ausgeliehen war, fest verpflichtet. Angesichts der zuletzt wenig euphorischen Testspiel-Ergebnisse (nur eine Tor in den letzten vier Spielen) fordert Streich von seiner Offensivabteilung: "Im Strafraum muss es krachen. Da habe ich eine Erwartungshaltung an Spieler wie Nils Petersen und Mike Frantz."

Für Frantz wird es eine besondere Partie, schnürte der Freiburger Angreifer seine Stiefel doch von 2008 bid 2014 für die Nürnberger. Ähnliches gilt für Sebastian Kerk, der derzeit von Freiburg nach Nürnberg verliehen ist gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber antreten müsste, jedoch verletzt fehlt.

Schwache Testspiel-Ergebnisse

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FCN-Coach Rene Weiler will derweil ein besseres Ergebnis erzielen als in der enttäuschenden Vorsaison mit dem 9. Tabellenplatz. Der Schweizer warnte nicht auch zuletzt wegen der schwachen Generalprobe (nur ein Sieg aus fünf Testspielen) vor einem schwierigen Saisonstart. Die Partie gegen den Sport-Club sei "eine Standortbestimmung und ein echter Gradmesser", so Weiler.

Verzichten muss Weiler auf Torwart Raphael Schäfer, Jürgen Mössmer, Philipp Hercher, Sebastian Kerk, Tim Leibold und den vielversprechenden Neuzugang Laszlo Sepsi. Bei Freiburg fehlen Mats Möller Daehli, Marc-Oliver Kempf, Lukas Kübler und wohl auch Tim Kleindienst.

Karol Herrmann