Die Kleinsten sind die Größten: Nachdem sich der SV Sandhausen durch ein 2:1 im Spitzenspiel gegen Jahn Regensburg wieder an die Spitze der 3. Liga gesetzt hatte, stand das ganze Dorf kopf.

In der kleinsten Gemeinde der Liga träumen Fans und Spieler vom Aufstieg, nur der Trainer bremst die Euphorie. "Über die Meisterschaft reden wir nicht. Unser Ziel ist der 4. Platz, und da sind wir auf einem guten Weg", sagte Gerd Dais.

"Unsere Mannschaft braucht sich vor keinem zu verstecken"

Joker Sebastian Fischer drehte das Spiel mit seinen zwei Treffern (81./90.+4) in der Schlussphase im Alleingang, nachdem der gestürzte Spitzenreiter Regensburg durch ein Tor von Jürgen Schmid (24.) lange geführt hatte. "Wenn man siegen möchte, muss man 90 Minuten lang Gas geben. Unsere Mannschaft braucht sich vor keinem zu verstecken", äußerte Manager Tobias Gebert. Mit 17 Punkten liegt der SVS dank der besseren Tordifferenz vor dem SSV Jahn.

Neben Regensburg kassierte auch die SpVgg Unterhaching die erste Saisonniederlage. Ausgerechnet im Verfolgerduell bei Wacker Burghausen war der Münchner Vorortclub beim 0:3 chancenlos. Wacker leistete dabei eindrucksvoll Wiedergutmachung für die 0: 6-Niederlage unter der Woche in Ingolstadt. "Wir haben um jeden Quadratzentimeter gekämpft", sagte Teammanager Jürgen Press. Trotz Platz 3i will er vom Aufstieg nichts wissen: "Wir haben 16 Punkte für den Klassenerhalt."

Während Haching auf Platz 6 abrutschte, rückte Carl Zeiss Jena durch das 1:0 bei Aufsteiger Holstein Kiel auf Platz 4 vor und stellte den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen wieder her. Zwischen den Thüringern und Unterhaching schob sich Absteiger VfL Osnabrück. Die Niedersachsen drehten einen 0:2-Rückstand gegen den Neuling 1. FC Heidenheim noch zu einem 3:2.

Braunschweig siegt wieder

Beim Traditionsclub Eintracht Braunschweig herrschte ebenfalls Erleichterung. Nach drei Niederlagen in Folge kehrte das Team von Trainer Torsten Lieberknecht durch ein 2:1 gegen den FC Ingolstadt in die Erfolgsspur zurück. "Wir sind kämpferisch an die Grenze gegangen und haben verdient gewonnen", sagte Lieberknecht.

Erzgebirge Aue arbeitete sich durch ein 1:0 gegen den VfB Stuttgart II weiter nach oben und ist bereits Neunter. Am Freitag hatte sich Rot-Weiß Erfurt durch ein 1:0 gegen das Schlusslicht Wuppertaler SV in der Tabelle nach vorne geschoben.

Dagegen kommt Traditionsclub Dynamo Dresden einfach nicht in Fahrt. Die Sachsen verloren am Sonntag das Kellerduell bei Borussia Dortmund II 0:1 (0:0). Das von Mehmet Scholl trainierte Bayern München II trennte sich vom SV Wehen Wiesbaden 0:0.