Mit dem 1. FC Kaiserslautern und Greuther Fürth wollen sich zwei angriffslustige Clubs auf die Verfolgung des SC Freiburg machen.

Die Breisgauer behaupten zwar dank ihres 1:0-Auswärtssieges in Wiesbaden definitiv auch nach dem 22. Spieltag die Spitzenposition, die "Roten Teufel" und das "Kleeblatt" kämpfen aber zumindest um den Relegationsplatz zum Aufstieg in die Bundesliga.

Sasic fordert vollen Einsatz

Die Lauterer haben die Pleite bei St. Pauli am vergangenen Montag angeblich gut verarbeitet. "Wir haben nie gejammert und das werden wir auch jetzt nicht tun. Wir sind jetzt alle gefragt, die Ausfälle zu kompensieren. Ich kann versprechen, dass am Sonntag elf 'Rote Teufel' auf dem Platz stehen werden, die mit hundertprozentigem Engagement gegen die effektivste Mannschaft der Liga ankämpfen werden", kündigt Trainer Milan Sasic an.

Die Ausfälle von Martin Amedick, Anel Dzaka, Srdjan Lakic und Dario Damjanovic werde sein Team verkraften.

Mut macht den Gastgebern ihre starke Heimbilanz. Als einziges Team der Liga ist der FCK zuhause ungeschlagen, feierte in bislang elf Spielen am "Betzenberg" acht Siege und holte drei Remis. Und auch das Hinspiel in Fürth verlief dank eines Treffers von Amedick positiv.

Möhlmann: "Oben mit dabei bleiben"

Die Gäste, die mit 45 Toren die beste Offensive der Liga stellen, wollen diesmal einen anderen Ausgang. "Wir wollen in Kaiserslautern bestehen und punkten. Und wir wollen zeigen, dass wir oben mit dabei bleiben wollen und dass wir die Qualität haben, uns in der Pfalz durchsetzen", sagt Trainer Benno Möhlmann.

Martin Meichelbeck und Ivo Ilicevic (Aufbautraining) sowie Sercan Sararer (Grippe) stehen dem Coach nicht zur Verfügung.


TSV 1860 München - FC St. Pauli

Bei den "Löwen" steht die Partie ganz im Zeichen des Trainer-Debüts von Uwe Wolf im Profifußball. "Für mich zählt nur dieses Spiel, darauf liegt der Fokus. Wir müssen es wie ein Endspiel angehen", fordert der 41-jährige Nachfolger von Marco Kurz energisch. Die Situation nach der Beurlaubung von Kurz beschreibt Wolf als "nicht angenehm. Aber die Mannschaft brennt jetzt wieder, sie ist heiß im Training. Man kann nur Feuer entfachen, wenn man selbst brennt."

Der Coach erwartet ein couragiertes und engagiertes Auftreten und nimmt eine wichtige Umstellung zwischen den Pfosten vor: Routinier Michael Hofmann ersetzt Philipp Tschauner. "Michl wird spielen, weil er das Sieger-Gen in sich hat und die anderen Spieler damit infizieren wird", so die Begründung. "Die Jungs sind an der Ehre gepackt. Ich fordere eine Reaktion."

Die Hamburger Gäste wollen an die Leistung vom 2:0 gegen Kaiserslautern anknüpfen und von Platz 8 weiter nach oben klettern, sind aber gewarnt. "Bei 1860 herrscht momentan eine unruhige Zeit, die Mannschaft hängt ihren eigenen Vorstellungen hinterher. Das macht es gefährlich für uns", weiß Fabio Morena.


Rot-Weiß Oberhausen - FSV Frankfurt

Mit acht Punkten aus vier Rückrunden-Partien ist RWO im Soll. Unter der Woche wurden daher auch mit Cheftrainer Jürgen Luginger und seinem Assistenten Oliver Adler die Verträge verlängert. Die beiden ehemaligen RWO-Profis bilden seit Beginn dieser Spielzeit das Trainergespann.

Fraglich sind noch die Einsätze von Mittelfeldspieler Markus Kaya (Grippe) und Verteidiger Thomas Schlieter (Oberschenkelprobleme).

Gegner FSV ist mit zehn Zählern sogar noch besser aus der Winterpause gekommen. Teamchef Tomas Oral ist deshalb bemüht, die Konzentration hochzuhalten: "Wir dürfen uns von den Ergebnissen der letzten Wochen nicht blenden lassen. Die Mannschaft muss kapieren: Wir brauchen noch 13, 14, 15 Punkte. Die Mannschaft darf sich nicht ausruhen."


VfL Osnabrück - FC Ingolstadt

Trotz dreier Pleiten in Serie lässt sich Osnabrück nicht verrückt machen. "Die anderen Mannschaften müssen auch Punkte sammeln, und am Ende werden wir ja sehen, was dabei herauskommt", sagt Gaetano Manno. Mit dem fünften Saisonsieg könnte der VfL den FCI beispielsweise in der Tabelle überholen.

Der ist seit mittlerweile 344 Minuten ohne Torerfolg. Zwei Punkte und 1:8 Tore lautet die magere Ausbeute aus den vier Spielen der Rückrunde. Trainer Thorsten Fink sah zuletzt dennoch gute Ansätze: "Leidenschaft, Kampf, das Spiel in die Spitze, wir haben uns Chancen erarbeitet. Leider hat es nicht mit dem Tor geklappt. Aber irgendwann kommt das Glück zu uns zurück, dann fällt mal der glückliche Treffer."


FC Augsburg - TuS Koblenz

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in diesem Spiel wieder eine Leistung wie gegen Nürnberg oder Duisburg abrufen können und dann auch das Spiel gewinnen werden", ist FCA-Trainer Holger Fach optimistisch.

Dennoch warnt er vor dem Gegner, der mit zwei Siegen aus den vergangenen beiden Duellen (3:1 in Wehen Wiesbaden und 3:0 gegen Greuther Fürth) nicht nur Selbstvertrauen getankt, sondern auch die Abstiegsplätze verlassen hat. "Die Mannschaft der TuS ist nicht mehr mit der aus der Hinrunde zu vergleichen. Da haben sie sich nicht nur unter Wert verkauft, sondern hatten auch große Verletzungsprobleme, die mittlerweile behoben sind", weiß Fach, der auf Christian Müller (Gelbsperre) und Lars Müller (Muskelfaserriss) sowie auf Daniel Baier verzichten muss. Dafür sind mit Ingo Hertzsch und Patrick Mölzl zwei Rückkehrer mit an Bord.

Koblenz feierte zuletzt zwei Siege in Serie. "Allerdings", betont Uwe Rapolder, "wirklich komfortabel stehen wir deshalb noch nicht da." Sein Team solle weitere Schritte folgen lassen. "Schaffen wir es, diese gebündelte Konzentration der letzten Wochen zu erhalten oder verfallen wir wieder in Selbstzufriedenheit", fragt sich der TuS-Trainer. Der Sonntag wird ihm eine erste Antwort geben.