Mit einem Sieg im Montagsspiel der 2. Bundesliga könnte sich der 1. FC Kaiserslautern an die Tabellenspitze befördern.

Eine leichte Aufgabe wird es aber sicherlich nicht, wenn die "Roten Teufel" beim starken Aufsteiger 1. FC Union Berlin antreten (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

"Dem Gegner unser Spiel aufzwängen"

Und so reisen die Kicker aus der Pfalz auch mit einer gehörigen Portion Respekt in die Bundeshauptstadt. "Uns erwartet ein Spiel vor einer tollen Kulisse, auf das wir uns natürlich sehr freuen. Aber Union ist ein sehr heimstarker Gegner und hat bislang eine tolle Runde gespielt - sie wollen in jedem Fall den Abstand auf uns verringern. Das gilt es zu unterbinden", blickte FCK-Trainer Marco Kurz auf der Pressekonferenz auf die kommende Aufgabe voraus.

Und weiter: "Wir wollen nicht nur verteidigen, sondern aus einer kontrollierten Offensive heraus dem Gegner unser Spiel aufzwängen, denn nur so können wir erfolgreich sein."

Ähnlich sieht es auch Mittelfeldspieler Jiri Bilek: "Union Berlin ist ein starkes Team, aber wenn wir unsere Tugenden aus den letzten Auswärtsspielen wieder an den Tag legen, dann können wir auch in der 'Alten Försterei' bestehen!"

Kaum Ausfälle

Personell kann Kurz nahezu aus dem Vollen schöpfen. "Unsere Nationalspieler sind alle wieder wohlbehalten zurückgekehrt, das ist gut", sagte ein zufriedener Trainer: "Lediglich Paljic wird ausfallen, da er krank ist."

Wieder im Training sind die von ihren Verletzungen genesenen Rodnei und Ivo Ilicevic. Ob der flinke Mittelfeldmann wieder von Anfang an dabei sein wird, ließ sich der Coach sich aber natürlich noch nicht entlocken.

Neuhaus-Lob an den Gegner

Kurz' Berliner Trainerkollege hat eine hohe Meinung von den "Roten Teufeln". "Diese junge Mannschaft hat viele Nationalspieler und einiges an Bundesliga-Erfahrung in Ihren Reihen. Das Team hat einen perfekten Saisonstart hingelegt und lässt sich auch durch eine Niederlage nicht aus dem Rhythmus bringen", lobt Uwe Neuhaus den Gegner.

"Wir wollen an die zweite Halbzeit des KSC-Spiels anknüpfen, sodass die bessere Tagesform den Ausschlag geben kann", fordert Neuhaus. In Karlsruhe lag der Aufsteiger zur Pause bereits mit 0:3 hinten, konnte im zweiten Durchgang aber immerhin noch auf 2:3 verkürzen.

Union bangt um die Nummer 1

Zum Personal: Ein großes Fragezeichen steht hinter der Nummer 1 im Tor, Jan Glinker. Der plagte sich zuletzt mit Schmerzen im Rücken und Problemen in der Oberschenkelmuskulatur herum. Als Vertretung würde Carsten Busch den Platz zwischen den Pfosten einnehmen. Des Weiteren fehlt dem Trainer der durch eine Schultereckgelenkssprengung außer Gefecht gesetzte Shergo Biran.

Seit dieser Woche wieder im Training ist Christoph Haker. In den Kader rücken könnte nach längerer Verletzungspause Björn Brunnemann, der seit zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining steht. Er könnte durch seine Dynamik zum Ende der Partie nochmals für Belebung sorgen.