Köln – Die Partie 1. FC Nürnberg gegen 1860 München rundet heute Abend ein äußerst unterhaltsames Bundesliga-Wochenende ab. Beide Clubs sind durchwachsen in die Saison der 2. Bundesliga gestartet und hoffen nun auf einen Befreiungsschlag.

Zwei Gegentore nach zwei Partien – die Defensivleistung von 1860 kann sich bislang durchaus sehen lassen. Allerdings steht in der Offensive noch die Null. Die Löwen sind das einzige Team der 2. Bundesliga, das noch ohne Torerfolg ist. Umso überraschender kam das überzeugende 2:0 im DFB-Pokal gegen die TSG Hoffenheim. Diese Leistung möchten die Münchner nun in der Liga bestätigen (ab 20:15 Uhr im bundesliga.de-Liveticker).

Historie spricht gegen die Löwen

"Wir müssen den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und die Euphorie mitnehmen", sagt 1860-Chefcoach Torsten Fröhling vor dem Auftritt im Frankenland. Ein Sieg in Nürnberg hätte sogar historische Dimensionen, denn in der 2. Bundesliga gab es in bislang zehn Duellen beider Clubs noch keinen Auswärtssieg. Fröhling, der ein emotionsreiches Spiel erwartet, warnt sein Team besonders vor den Qualitäten von Nürnbergs Torjäger Danny Blum: "Er ist unheimlich schnell, hat einen starken linken Fuß.“

Der 1. FC Nürnberg hingegen könnte mit dem zweiten Heimsieg in Folge einen großen Sprung in der Tabelle machen und bis auf einen Punkt an die Aufstiegsplätze heranrücken. Dafür müsste der Club vor allem in der Defensive konzentrierter agieren als bei der 3:6-Auftaktpleite in Freiburg und dem hart erkämpften 3:2 gegen den 1. FC Heidenheim. Gegen die wiedererstarkten Münchner eine anspruchsvolle Aufgabe. "Sie haben gute Individualisten in ihren Reihen und sind ohne Wenn und Aber eine gute Mannschaft", lobt FCN-Trainer René Weiler die Gäste.

Erneutes Nervenspiel vor großer Kulisse?

Dabei kann Weiler wieder auf Niclas Füllkrug zurückgreifen, der zuletzt krankheitsbedingt im Kader fehlte. Auch Neuzugang Tim Leibold könnte zum ersten Mal im Aufgebot stehen. Außerdem ist Dave Bulthuis nach Sperre wieder spielberechtigt. Gegen 1860 sollen die Nerven der Fans diesmal weniger strapaziert werden als beim 3:2 gegen Heidenheim. Gegen Heidenheim verspielte der FCN zwei Mal eine Führung und erzielte das erlösende Tor erst in der 87. Minute. Die Kulisse wird auch jeden Fall stimmen: Nürnberg rechnet mit etwa 31.000 Zuschauern.