Pappas ante portas, oder anders gesagt: der nächste neue Mann beim TSV 1860 ist da. Er heißt Charilaos Pappas, kommt vom griechischen Erstligisten Skoda Xanthi und verstärkt ab der neuen Saison den Angriff der "Löwen".

"Ich kenne Charilaos Pappas aus meiner Zeit in Griechenland. Er hat bei Olympiakos, AEK und Xanthi mit seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke überzeugt und sehr häufig als Torvorbereiter geglänzt", berichtet 1860-Trainer Ewald Lienen.

Pappas ist 26 und passt damit auch in dieser Hinsicht ins neue Anforderungsprofil bei den Münchnern. Die Sechziger setzen bei der Zusammenstellung des Kaders zum ersten Mal seit längerem wieder ganz bewusst auf ältere, und damit erfahrene Spieler.

"Haben das Ziel Bundesliga"

Neben Pappas wurden bereits Torwart Gabor Kiraly (33), Mittelfeldmann Alexander Ludwig (25) und Rechtsverteidiger Antonio Rukavina (25) für die kommende Saison verpflichtet.

Für Rukavina wurde sogar Nachwuchsmann Sven Bender (20) an den BVB abgegeben. Bender ist zwar eines der größten Talente des TSV 1860, aber Rukavina ist nun mal serbischer Nationalspieler. Und Lienen will gestandene Profis. Er will zurück nach oben. "Wir haben das Ziel Bundesliga. Was sollen wir denn bei einem Verein wie 1860 sonst sagen?", fragt Lienen im "kicker".

Zuletzt nur 11. und 12.

In den vergangenen Jahren beförderten die "Löwen" viele talentierte, junge Spieler ins Profi-Team und ernteten für ihre gute Nachwuchsarbeit einigen Applaus. Der ganz große Erfolg - die Rückkehr in die Bundesliga - blieb allerdings aus.

"Wir können die Politik der letzten Jahre nicht einfach weitermachen, denn so erfolgreich war sie nicht", sagt Lienen im "kicker" zurecht. Platz 11 und 12 standen nach den abgelaufenen beiden Spielzeiten zu Buche. Nicht eben ein Ruhmesblatt für den stets ambitionierten Münchner Traditionsverein.

Lienen will die Mischung im Kader nun optimieren, sich ausrichten, für den Versuch im kommenden Jahr aufzusteigen. Dabei werden junge Spieler nach wie vor eine Rolle spielen. Aber "nur mit Talenten aufzusteigen", sagt Lienen, "das ist illusorisch."