München - Drei Teams, dasselbe Ziel: Klassenerhalt! Der Karlsruher SC, der VfL Osnabrück und Rot-Weiß Oberhausen kämpfen am 34. Spieltag noch um den Verbleib in der 2. Bundesliga. Weil alle drei Teams am vergangenen Sonntag Niederlagen hinnehmen mussten, ist die Situation im Tabellenkeller unverändert.

Die besten Chancen auf die direkte Rettung hat der KSC, der zwei Zähler Vorsprung auf die Konkurrenten hat, die jeweils 28 Punkte auf dem Konto aufweisen. Ein Team kann die Saison über den Umweg Relegation noch erfolgreich abschließen.

In den bisherigen 28 Spielzeiten in der eingleisigen 2. Bundesliga (1981 bis 1991 und ab 1992) gab es sieben Saisons, in denen es am letzten Spieltag noch entscheidende Veränderungen auf den Abstiegsplätzen gab. In den vergangenen vier Jahren trat zwei Mal der Fall ein, dass am 34. Spieltag ein Team es noch ans rettende Ufer schaffte beziehungsweise abrutschte.

bundesliga.de hat die Datenbank durchforstet und präsentiert jeweils Gründe für den Nichtabstieg.


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Karslruher SC: 15. Platz, 30 Punkte, 43:70 Tore

Karlsruhe steigt nicht ab, weil...
...Karlsruhe mit 43 Treffern die beste Offensive des unteren Tabellendrittels hat.
...der KSC als einziger der drei noch abstiegsgefährdeten Clubs zum Saisonfinale ein Heimspiel hat - zuhause holten die Badener mehr als zwei Drittel ihrer 30 Punkte.
...die Konkurrenten RWO (1:8 Tore und zwei Niederlagen aus den letzten beiden Spielen) und Osnabrück (seit zehn Spielen ohne Sieg) in einer Formkrise stecken.
...der KSC den direkten Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen und sich sogar eine Niederlage leisten kann, wenn die Konkurrenten Osnabrück und Oberhausen nicht gewinnen.
...Karlsruhe am letzten Spieltag wieder auf Timo Staffeldt (mit fünf Toren und sechs Vorlagen zweitbester Scorer nach Kapitän Alexander Iashvili) zurückgreifen kann, der seine Gelb-Sperre abgesessen hat.

VfL Osnabrück: 16. Platz, 28 Punkte, 39:62 Tore

Osnabrück steigt nicht ab, weil...
...der VfL gegenüber dem KSC und RWO die beste Tordifferenz hat - und das speziell im direkten Vergleich mit den punktgleichen Oberhausenern ein wichtiger Vorteil ist.
...Osnabrück im Gegensatz zu den beiden Konkurrenten im Abstiegsrennen am 33. Spieltag eine engagierte Leistung zeigte und Bochum am Rande einer Niederlage hatte. Das kann eine Trotzreaktion auslösen.
...Konkurrent RWO so schwach ist. Oberhausen kassierte in den letzten beiden Partien hohe Niederlagen (0:4 in Aachen, 1:4 gegen Fürth) und gewann nur eines der letzten elf Spiele. Dieser Sieg gelang am 31. Spieltag gegen den ebenfalls schwächelnden KSC (2:1).
...Konkurrent KSC so schwach ist: Die Karlsruher warten seit sieben Spielen auf einen Sieg und verloren zuletzt (31. bzw. 33. Spieltag) sogar gegen die "Kellerkinder" RWO und Bielefeld.

Rot-Weiß Oberhausen: 17. Platz, 28 Punkte, 29:62 Tore

Oberhausen steigt nicht ab, weil...
...es den RWO-Fans Hoffnung machen könnte, dass der VfL Osnabrück bei den seit zehn Spielen ungeschlagenen Ingolstädtern antreten muss und selbst seit zehn Partien sieglos ist.
...den "Kleeblättern" bei einer Osnabrücker Niederlage ein Punkt reichen würde, um zumindest den Relegationsplatz 16 zu erreichen.
...RWO bei einem Sieg in Cottbus acht Siege auf dem Konto hätte. Das jüngste Beispiel könnte Hoffnung machen: In der Saison 2008/09 reichte genau diese Anzahl an Siegen dem VfL Osnabrück am Saisonende, um den Relegationsplatz zu erreichen.