Köln - Jan Schindelmeiser wird neuer Vorstand Sport des VfB Stuttgart und gehört neben Jochen Röttgermann (Marketing und Vertrieb) und Stefan Heim (Finanzen, Verwaltung und Operations) künftig dem Vereinsvorstand an.

Der 52-jährige Jan Schindelmeiser verfügt über vielfältige Erfahrungen im Profifußball und war bislang als Manager und Geschäftsführer Sport unter anderem für die TSG Hoffenheim, den FC Augsburg und Eintracht Braunschweig tätig. Der Aufsichtsrat des VfB und Jan Schindelmeiser verständigten sich auf eine zunächst dreijährige Vertragslaufzeit. Jan Schindelmeiser wird in der kommenden Woche seine Tätigkeit beim VfB aufnehmen.

Akribischer Arbeiter

Der neue Vorstand Sport des VfB kennt den Fußball aus verschiedenen Perspektiven. Als Spieler war Jan Schindelmeiser 225 Mal in der Oberliga am Ball, der Sprung zum Profi wurde durch eine Krankheit zu Beginn der aktiven Karriere nachhaltig gebremst. Ein Studium mit der Fächerkombination Sport, Publizistik, Politik und Betriebswirtschaftslehre, dazu die Trainer A-Lizenz des DFB – die Voraussetzungen für eine Funktionärslaufbahn im Profifußball waren geschaffen. Und so folgten schnell erste Schritte als Manager und Geschäftsführer bei Eintracht Braunschweig, TeBe Berlin und beim FC Augsburg. Jan Schindelmeiser machte sich schnell einen Namen als akribischer Arbeiter, als scharfer Analytiker und als Mann mit Weitblick. Über einen längeren Zeitraum war Jan Schindelmeiser auch im Ausland tätig, insbesondere in Südamerika knüpfte er wichtige Kontakte, die bis heute Bestand haben und nützlich sind.

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In Hoffenheim war er als Geschäftsführer Sport dann einer der Architekten des Erfolgs, als dem Club aus dem Kraichgau der Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga gelang und die TSG deutschlandweit für Furore sorgte. Gemeinsam mit Ralf Rangnick hatte Jan Schindelmeiser einen Kader zusammengestellt, der nach dem Aufstieg sensationell die Herbstmeisterschaft errang. Mit Spielern, die bis dato nur Insidern ein Begriff waren und die später in den Topteams und Topligen Europas spielen sollten.

"Meiner Intuition gefolgt"

Jan Schindelmeiser hat sich bei allem Erfolg immer als Teamplayer gesehen, als Teil des Ganzen. Und er hat immer betont, dass ein Verein nur dann erfolgreich sein kann, wenn jeder einzelne sich dem Mannschaftsgedanken unterordnet. "Bei der Entscheidung für den VfB bin ich meiner Intuition gefolgt. Die Gespräche mit dem Aufsichtsrat und meinen künftigen Vorstandskollegen waren diskret, vertrauensvoll, inhaltlich professionell und gleichzeitig ausgesprochen herzlich", erläutert der neue Vorstand Sport. Die Herausforderung, beim VfB etwas zu bewegen, reizt Jan Schindelmeiser, dessen Ziel es ist, "gemeinsam mit allen Beteiligten einen Weg zu gehen, mit dem sich die Menschen im Club und außerhalb identifizieren können und der deutlich macht, wofür der VfB steht und wohin er möchte – auf und neben dem Spielfeld."

Martin Schäfer, Vorsitzender des Aufsichtsrat des VfB, sagt über Schindelmeiser: "Wir sind davon überzeugt, mit Jan Schindelmeiser die optimale Lösung gefunden zu haben. Seine Analyse und seine konzeptionellen Vorstellungen haben uns sehr überzeugt. Wichtig für uns war auch, dass er sich von Beginn unserer Gespräche an mit dem VfB und mit unserer Situation total identifiziert hat. Wir freuen uns sehr, dass Jan Schindelmeiser ab sofort mit seiner gesamten Energie für den VfB tätig ist."