Köln - Der 17. Spieltag der 2. Bundesliga steht vor der Tür. bundesliga.de zeigt, auf welche drei Spieler Sie am kommenden Wochenende besonders achten sollten.

Willi Orban

Seit acht Spielen ist der 1. FC Kaiserslautern nun schon ungeschlagen, zuletzt gewannen die Roten Teufel zweimal in Folge. Und das mit einer der jüngsten Mannschaften der 2. Bundesliga. Beim 3:0 gegen den FC Erzgebirge Aue setzte Coach Kosta Runjaic sieben Spieler ein, die maximal 22 Jahre alt sind.

Einer der Vorreiter unter den Lauterer jungen Wilden ist Willi Orban. Seit 1997 spielt der Innenverteidiger bereits am Betzenberg, hat alle Jugendmannschaften durchlaufen. Seit dem 4. Spieltag steht der 22-Jährige stets in der Startelf. Seitdem spielten die Teufel sechs Mal zu Null, kassierten nur 12 Gegentore in 14 Spielen. Angeführt von dem überragenden Orban, der durchschnittlich 70 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnt und solide 84 Prozent seiner Pässe an den Mann bringt.

Und auch vorne ist der 1,86 Meter große Verteidiger gefährlich. Zuletzt traf er gegen Aue doppelt, insgesamt hat er drei Tore erzielt. Womit er seine Vorjahresquote (zwei Tore in 28 Spielen) bereits überboten hat. Seine drei Treffer führten zu zwei Lauterer Siegen. Im Spitzenspiel beim FC Ingolstadt würde Orban gerne auch erstmals in dieser Saison auswärts treffen - und die Erfolgsserie der Lauterer damit verlängern.

Alessandro Schöpf

Sein Solo mit Übersteiger und herrlichem Abschluss zum 1:0 gegen 1860 München war einer der Hingucker des 16. Spieltags in der 2. Bundesliga. Der Traumpass auf Jakub Sylvestr vor dem 2:0 dann spielentscheidend beim 2:1-Sieg gegen die Löwen. Alessandro Schöpf hat sich beim 1. FC Nürnberg zu einem der wichtigsten Spieler entwickelt, ist beim "Club" für die besonderen Momente zuständig.

Im Sommer war der österreichische U21-Nationalspieler von den Amateuren des FC Bayern nach Franken gekommen. In der Regionalliga hatte er zuvor in zwei Jahren 22 Tore für den Rekordmeister erzielt. Und seine Torgefährlichkeit hat er auch in der 2. Bundesliga schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit vier Treffern ist er der zweitbeste Goalgetter des FCN, zudem stehen drei Torvorlagen für ihn zu Buche. Und immer, wenn der 20-Jährige getroffen hat, haben die Nürnberger auch gewonnen. Zweimal erzielte er das 1:0, beim 3:2 gegen den FCK traf er zum 2:0 und 3:0 und bereitete zudem das 1:0 vor.

Romain Brégerie

Die Null steht beim SV Darmstadt 98 - in dieser Saison schon insgesamt neun Mal, dabei allein fünf Mal in den letzten sechs Spielen. Mit 12 Gegentoren stellen die Hessen die viertbeste Abwehr der 2. Bundesliga. Romain Brégerie hat seinen Teil zum Abwehrbollwerk beigetragen. Der 1,90 Meter große Franzose ist der Fels in der Brandung bei den Lilien - und vor allem in der Luft überragend.

60 Prozent seiner Kopfballduelle hat Brégerie in dieser Saison gewonnen. Darunter auch drei ganz wichtige in der Offensive. Denn drei Mal traf der Innenverteidiger bereits per Kopf, ist damit Darmstadts zweitbester Torschütze. In seinen drei Jahren bei Dynamo Dresden kam der 28-Jährige insgesamt auf vier Treffer, drei davon per Kopf, dazu ein verwandelter Elfer. Seine Tore macht Brégerie in dieser Saison übrigens stets gleich zu Beginn, traf immer in den ersten 20 Spielminuten.

Zweimal hat er schon in der Fremde getroffen. Das würde er am Sonntag auch gerne beim FC St. Pauli. Aber noch wichtiger ist hinten die Null - zum fünften Mal in Folge.

Tobias Schild