Köln - Der 16. Spieltag der 2. Bundesliga steht vor der Tür. bundesliga.de zeigt, auf welche drei Spieler Sie am kommenden Wochenende besonders achten sollten.

Havard Nielsen

Still und heimlich hat sich Eintracht Braunschweig auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschlichen und führt nun die Siebenergruppe an, die die Verfolgung vom FC Ingolstadt aufgenommen hat.

Mit sieben Toren und einem Assist in 14 Einsätzen hat Havard Nielsen entscheidenden Anteil am aktuellen Erfolg der Niedersachsen. Der Norweger traf gegen den FSV Frankfurt und gegen den 1. FC Nürnberg zuletzt dreimal. Die Treffer erzielt er dabei wahlweise mit rechts (3), links (3) oder mit dem Kopf (1).

Und obwohl er mit seinen 21 Jahren erst am Anfang einer vielversprechenden Karriere steht, ist Nielsen bereits ein erfahrener Spieler, hat mit zarten 16 Jahren bereits in der norwegischen Tippeligaen debütiert, trägt regelmäßig das Nationaltrikot und stand mit Red Bull Salzburg schon in der Europa League auf dem Platz. Von dort ist Nielsen, der im Januar 2014 nach Braunschweig kam, auch nur ausgeliehen. Stand heute muss Braunschweig seinen gefährlichsten Stürmer nach dieser Spielzeit wieder abgeben. Doch bis dahin bleibt noch Zeit für ein paar Tore - zum Beispiel am Sonntag gegen den Karlsruher SC.

Georg Teigl

Nur zehn Gegentore hat RB Leipzig in dieser Saison bisher kassiert. So wenig wie kein anderer Club in der 2. Bundesliga. Als konstanter Teil der Viererkette hat sich dabei Georg Teigl etabliert.

Der Österreicher macht etatmäßig die rechte Abwehrseite dicht, entwickelt dazu einen großen Drang nach vorne. Letzteres macht er so gut, dass ihn Trainer Alexander Zorniger sogar schon als hängende Spitze und als Mittelstürmer aufgeboten hat, so wie am 8. Spieltag gegen Düsseldorf. Mit dem Ergebnis, dass der gelernte Verteidiger Teigl gleich doppelt traf.

In der vergangenen Woche gegen Sandhausen durfte sich der 23-Jährige dann auch noch auf der Linksverteidiger-Position versuchen. Doch egal auf welcher Position, Teigl ist bei Leipzig gesetzt und hat in dieser Spielzeit noch kein Spiel verpasst.

Sebastian Polter

Es ist gewiss eine Saison, die man sich beim 1. FC Union Berlin anders ausgemalt hätte. Der Tiefpunkt war nach dem 9. Spieltag erreicht, als das Team von Coach Norbert Düwel die Rote Laterne inne hatte. Inzwischen hat sich Union aber vor allem durch Siege gegen direkt Abstiegskonkurrenten wie Aalen, Sandhausen oder Aue ein bisschen Luft nach unten verschafft.

Die Lebensversicherung ist dabei Sebastian Polter. An sieben der 17 Berliner Tore war der 23-Jährige, der vor wenigen Jahren noch als grötes Sturmtalent der Nation galt, direkt beteiligt (6 Treffer, 1 Assist). Und dass obwohl er zu Beginn der Saison noch beim 1. FSV Mainz unter Vertrag stand und somit die ersten vier Spiele verpasste.

Gegen Aue leitete Polter am vergangenen Spieltag mit einer wuchtigen Kopfballvorlage die Wende ein. Polter scheint derzeit die Chance zu nutzen, seine etwas ins Stocken geratene Karriere wieder in Schwung zu bringen. Am besten macht er damit gleich am Sonntag gegen den FSV Frankfurt weiter.

Karol Herrmann