Köln - Der 15. Spieltag der 2. Bundesliga steht vor der Tür. bundesliga.de zeigt, auf welche drei Spieler Sie am kommenden Wochenende besonders achten sollten.

Pascal Groß

Im Rampenlicht stehen beim FC Ingolstadt zumeist andere. Lukas Hinterseer etwa oder Stefan Lex, die zusammen schon neun Tore erzielt haben. Und doch ist Pascal Groß beim FCI unverzichtbar. Denn der Spielmacher der Schanzer ist der Mann, der die anderen Spieler glänzen lässt.

Acht Torvorlagen stehen bereits auf dem Konto des 23-jährigen Mittelfeldspielers, zwei Treffer hat er zudem selbst erzielt. 80 Mal legte er den Kollegen den Ball zum Torschuss vor, im Schnitt 5,7 Mal pro Spiel. Überragend sind auch seine Standards - allein an den ersten 13 Spieltagen schoss Groß 186 Ecken und Freistöße, zehn davon führten zu Toren.

Sein Trainer Ralph Hasenhüttl schätzt vor allem den großen Kampfgeist seines Zehners und dessen starke Ballbehandlung. Im Schnitt rennt Groß 11,8 Kilometer pro 90 Minuten und hat starke 89 Ballkontakte. Stärken, die der gebürtige Mannheimer auch am Samstag gegen den VfL Bochum einsetzen will, um die Schanzer nach der ersten Saisonniederlage gleich wieder in die richtige Spur zurückzuführen.

Patrick Rakovsky

Beim 1. FC Nürnberg hat der neue Besen gleich ordentlich gekehrt. Unter Coach René Weiler gelang im ersten Match der erste Sieg. Und das auch noch ausgerechnet gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer FC Ingolstadt. Entscheidenden Anteil an dem dringend benötigten Dreier hatte dabei Torwart Patrick Rakovsky. Mit seinen Paraden verhinderte der 21-Jährige nach der Pause den Ausgleich der Ingolstädter, zuvor hatte er mit einem langen Abschlag auf Jakub Sylvestr zum 2:0 seine erste Torvorlage verzeichnet.

Mit Rakovsky im Tor hat sich die Nürnberger Defensive deutlich stabilisiert. In den fünf Spielen mit Raphael Schäfer zwischen den Pfosten kassierte des FCN 13 Tore, holte nur drei Punkte. Rakovsky musste in neun Spielen bisher zwölf Mal hinter sich greifen, der "Club" fuhr immerhin 14 Punkte ein.

Bei Eintracht Braunschweig will der Nachwuchskeeper am kommenden Montag seine Ingolstadt-Leistung nun wiederholen, möglichst sogar zum dritten Mal in dieser Saison ohne Gegentor bleiben. Keine leichte Aufgabe: Braunschweig gewann zuletzt vier Mal in Folge.

Hiroki Yamada

Im Sommer wagte Hiroki Yamada den Sprung von der japanischen J-League in die 2. Bundesliga. Bereut hat beim Karlsruher SC diese Verpflichtung bisher niemand. Denn von Anfang an überzeugte der fleißige 25-Jährige mit hoher Laufbereitschaft. Er kommt im Schnitt auf 11,7 Kilometer pro 90 Minuten.

Und nach einer gewissen Eingewöhnungsphase - Hamada in der "Pforzheimer Zeitung": "Der Fußball hier hat eine höhere Geschwindigkeit und ist sehr viel physischer als in Japan. Daran musste ich mich am Anfang gewöhnen" - hat der Mittelfeldspieler zuletzt auch seine Offensivqualitäten immer besser unter Beweis gestellt. Gegen St. Pauli und Fürth gelang ihm am 11. und 13. Spieltag jeweils ein Doppelpack, insgesamt hat Yamada schon fünf Tore für die Badener erzielt.

Und hat auch damit einen großen Anteil am Höhenflug des KSC, der mit einem Sieg im Verfolgerduell beim SV Darmstadt 98 am Freitag sogar den Sprung auf einen Aufstiegsplatz schaffen kann.

Tobias Schild