Köln - Der 13. Spieltag der 2. Bundesliga steht vor der Tür. bundesliga.de zeigt in der Serie "Players to watch", auf welche drei Spieler Sie am kommenden Wochenende besonders achten sollten.

Ramazan Özcan - Der Unüberwindbare

Seit mittlerweile 16 Spielen ist der Tabellenführer FC Ingolstadt ungeschlagen. Großen Anteil daran hat Keeper Ramazan Özcan. Der 30-Jährige hat in dieser Saison erst sechs Gegentore kassiert und musste in den vergangenen fünf Spielen kein einziges Mal hinter sich greifen.

Seine rigorosen Ausflüge bei Flanken und langen Bällen brachten ihm bei der TSG 1899 Hoffenheim einst den Spitznamen "Rambo" ein. Bis auf den Namen hat sich seitdem allerdings einiges geändert. Der österreichische Nationalspieler hat sein Strafraumspiel enorm verbessert, strahlt bei Standards und Flanken Ruhe aus und ist zudem auf der Linie eine Bank. Knapp 79 Prozent aller Torschüsse (22), die auf seinen Kasten kamen, parierte er. Davon zwei Hundertprozentige.

Am Sonntag (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker) kommt nun die drittschwächste Offensive der 2. Bundesliga in den Audi Sportpark. Der 1. FC Union Berlin hat in dieser Saison erst elf Treffer erzielt und muss zudem mit Sören Brandy (3 Treffer) den zweitbesten Torjäger ersetzen. Die Vorzeichen stehen also gut, dass Ingolsdtadt und "Rambo" ihre Serien ausbauen.

Rubin Okotie - Der Knipser

Elf Treffer in 14 Pflichtspielen sprechen für sich. Alleine achtmal mussten die Torhüter der 2. Bundesliga bislang hinter sich greifen. Klar, dass die Leistungen von Rubin Okotie Eindruck hinterlassen.

"Alle Verteidiger in der Liga hassen es, gegen ihn zu spielen", erklärt Teamkollege Guillermo Vallori und vergleicht den 27-Jährigen gleich mal mit einem der ganz Großen: "Rubin setzt seinen Körper immer derart ein, das erinnert mich sehr an die Art und Weise wie Zlatan Ibrahimovic zur Sache geht."

Wie schwer es ist, den Österreicher unter Kontrolle zu bekommen, musste der VfL Bochum am vergangenen Spieltag feststellen. Okotie traf doppelt, setzte sich gemeinsam mit Bochums Simon Terodde an die Spitze der Torjägerliste und ballerte 1860 München so auf den 14. Tabellenplatz.

Arne Feick - Der Dauerbrenner

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Arne Feick ist der Duracell-Hase beim VfR Aalen. Der linke Außenverteidiger absolvierte alle zwölf Partien über die komplette Spielzeit und überzeugte dabei vor allem durch seinen unermüdlichen Offensivdrang.

Der 26-Jährige war in der laufenden Saison bereits an 31 Torschüssen beteiligt, acht davon gab er sogar selbst ab und erzielte einen Treffer. Mehr als ordentliche Werte für einen Abwehrspieler. Aber auch defensiv kann sich Coach Stefan Ruthenbeck auf Feick verlassen: In 1.080 Spielminuten leistete er sich nur zwölf Fouls und gewann 58 Prozent seiner Zweikämpfe.

Am Freitag wartet mit dem FSV Frankfurt Feicks absoluter Lieblingsgegner auf den VfR. In sechs Spielen gegen die Hessen hat er den Platz noch nie als Verlierer verlassen (drei Siege und drei Remis mit Bielefeld und 1860 München). Angenehmer Nebeneffekt: Mit einem Dreier würde Aalen die Rote Laterne abgeben.

Thomas Ziemann