Zusammenfassung

  • Gegen Bielefeld sorgt Pierre-Michel Lasogga mit einem Doppelpack für einen historischen Heimsieg des Hamburger SV
  • Lasogga: "Wir haben wieder einmal gesehen, dass jeder Sieg nur mit harter Arbeit möglich ist."
  • Der HSV-Torjäger freut sich auf die anstehenden Aufgaben in der 2. Bundesliga

Köln – Pierre-Michel Lasogga war beim Hamburger SV der große Gewinner des Abends. Zwei Tore und eine Vorarbeit steuerte der HSV-Stürmer zum 3:0-Sieg über Arminia Bielefeld bei. Danach sprach der 26-Jährige über den Aufwärtstrend von ihm und seiner Mannschaft, aber auch über den Stil der 2. Bundesliga und sein Verhältnis zu den Fans.

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Frage: Herr Lasogga, Glückwunsch zum Sieg und ihre beiden Tore. Wie bewerten Sie die Partie?

Pierre-Michel Lasogga: Das war heute ein sehr hartes Stück Arbeit. Wir sind eigentlich super in das Spiel gestartet und gingen früh in Führung. Aber dann hat Arminia Bielefeld angefangen, viele lange Bälle zu spielen. Zudem kamen wir nicht mehr richtig in den gegnerischen Strafraum hinein. Deshalb stand es lange nur 1:0. Ich bin froh, dass ich mit dem 2:0 und dem 3:0 das Spiel etwas beruhigen konnte, sodass wir die drei Punkte eingefahren haben.

"Durch jedes Tor nimmt man Selbstvertrauen mit. Nun habe ich im Pokal getroffen und in der Liga nachgelegt – das tut einfach gut." Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV)

Frage: Es gab eine lange Phase im Spiel, wo Sie vorne ziemlich auf sich alleine gestellt waren und kaum Zuspiele bei ihnen ankamen. Wie hat sich das angefühlt?

Lasogga: Ich bin ein Stürmer, der immer auf diese eine Chance wartet und positiv bleibt. Ich denke immer: Irgendwann kommt noch ein Ball, den ich reinmachen kann. 

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Frage: Sie haben bereits in der Vorwoche zwei Tore im DFB-Pokal gegen TuS Erndtebrück erzielt. Auch wenn das nur ein Fünftligist war: Wie gut haben Ihnen diese Tore getan?

Lasogga: Natürlich hat das Selbstvertrauen gegeben. Das war zwar Erndtebrück, aber es war trotzdem ein Pflichtspiel. Die Tore waren wichtig. Durch jedes Tor nimmt man Selbstvertrauen mit. Nun habe ich im Pokal getroffen und in der Liga nachgelegt – das tut einfach gut.

Schicken beim Torjubel einen Gruß an den verletzten Jairo Samperio: Lasogga (l.) und Lewis Holtby
Schicken beim Torjubel einen Gruß an den verletzten Jairo Samperio: Lasogga (l.) und Lewis Holtby © imago / Michael Schwarz

Frage: Nach ihrem 2:0 haben Sie noch einen Elfmeter herausgeholt und selber verwandelt. Normalerweise schießt der Gefoulte eher nicht selber. Warum sind Sie trotzdem zum Elfmeterpunkt geschritten?

Lasogga: Ich hatte gerade Rückenwind durch mein erstes Tor und habe mich gut gefühlt. Daher habe ich das zweite Tor auch noch mitgenommen.

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Frage: Nun hat der HSV in der Liga zwei Mal in Folge mit 3:0 gewonnen. Wie sehen Sie den Trend?

Lasogga Das Wichtigste ist, dass wir erst einmal Spiele gewinnen. Ob das nun mit 1:0 oder mit 3:0 geschieht, ist eigentlich egal. Wir haben heute wieder einmal gesehen, dass jeder Sieg nur mit harter Arbeit möglich ist. In der 2. Bundesliga werden die Siege nicht so einfach hergeschenkt. Es gibt in dieser Liga keinen Gegner, wo man einfach hinfährt und locker ein 3:0 mitnimmt. Bielefeld hat sich stark gewehrt und immer an den Ausgleich geglaubt.

"Ich brauche den Körperkontakt. Ich bin in und um die Box herum zu Hause. Das ist mein Arbeitsbereich." Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV)

Frage: Wird das Auswärtsspiel am Samstag bei Dynamo Dresden vielleicht noch schwieriger, weil die Vorbereitungszeit sehr kurz ist und deren Stadion zudem ein Hexenkessel ist?

Lasogga: Was heißt noch schwieriger? Das war auch heute eine sehr harte Aufgabe. Hinter so einem 3:0 steckt sehr viel harte Arbeit. Auch der vorherige Sieg beim SV Sandhausen war hart erkämpft. Und in Dresden wird es genauso heiß wieder hergehen. Das wird viel Kampf. Ich glaube, wer die meisten Zweikämpfe gewinnt, wird am Ende auch gewinnen.

Fingerzeig Richtung Konkurrenz: Wie im Pokal trifft Lasogga auch gegen Bielefeld doppelt © gettyimages / Martin Rose/Bongarts

Frage: Sie sprechen immer wieder von der harten Arbeit. Sie gelten ebenfalls als ein harter Arbeiter. Kommt Ihnen die 2. Bundesliga vielleicht zugute?

Lasogga: Natürlich bin ich kein Konterstürmer oder einer, der sich an fünf Gegenspielern vorbeidribbelt. Ich brauche den Körperkontakt. Ich bin in und um die Box herum zu Hause. Das ist mein Arbeitsbereich. Gerade in der 2. Liga ist es wichtig, einen Spieler zu haben, der das macht. Ich haue mich überall hinein. Manchmal gelingt mir das besser, manchmal nicht so gut. In den letzten Spielen klappte es hervorragend. Das Wichtigste ist, dass ich der Mannschaft mit meinem Einsatz helfen kann.

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Frage: Sie wurden von den Fans groß gefeiert. Wie gut tut Ihnen das persönlich, nachdem Sie hier auch schwierige Phasen erlebt haben und zwischenzeitlich in die 2. englische Liga verliehen wurden?

Lasogga: Das tut mir gut. Ich hatte aber immer ein positives Verhältnis zu den Fans. Natürlich kommt das noch einmal anders rüber, wenn es gut läuft und die Mannschaft Erfolg hat. Aber auch in den schweren Zeit, die wir hier leider öfter hatten, standen die Fans immer hinter mir. Das habe ich immer gespürt. Ich bin froh, dass es nun besser läuft.

Aus Hamburg berichtet Oliver Jensen