Köln - Die Leistung der Eisernen stimmte in den letzten Wochen fast immer, die Ergebnisse zuletzt nicht ganz. Nach der Heimniederlage gegen Düsseldorf rutschte Union auf Platz 4 ab, liegt aber weiterhin auf Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Im Interview mit bundesliga.de spricht Union-Neuzugang Philipp Hosiner über die Entwicklung in der Hauptstadt und den nächsten Gegner Kaiserslautern.

bundesliga.de: Philipp Hosiner, in der vergangenen Woche haben die Eisernen zwei starke Spiele abgeliefert, sich aber in Dortmund oder gegen Düsseldorf nicht belohnen können. Was hat die Mannschaft sich vorzuwerfen?

Philipp Hosiner: Ich finde, dass wir uns besonders gegen Dortmund wenig vorzuwerfen haben. Wir haben es einem Champions-League-Teilnehmer sehr schwer gemacht, die nächste Runde zu erreichen. Im Elfmeterschießen auszuscheiden, ist zwar denkbar knapp und ärgerlich, aber da hat uns eben auch das nötige Glück gefehlt. Trotzdem können wir stolz auf unsere Leistung sein. Auch gegen Düsseldorf haben wir das ganze Spiel über Gas gegeben und nicht schlecht gespielt. Nur auch da fehlte es am Ende an Kleinigkeiten. Doch das nötige Glück werden wir uns zurückerkämpfen.

bundesliga.de: Das erste Saisondrittel ist gespielt. Union steht punktgleich mit Hannover auf Platz 4. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Hosiner: Zum Saisonbeginn haben die Ergebnisse leider noch nicht gestimmt, trotzdem hat man die positive Entwicklung der Mannschaft bereits gesehen. Mittlerweile drückt sich diese Entwicklung auch in den Ergebnissen aus, so dass wir eine gute Rolle in der Liga spielen. Wir wollen jetzt weiter hart arbeiten, um uns stetig weiterzuentwickeln und so lange wie möglich vorne mit dabei zu sein.

bundesliga.de: Sie spielen seit dieser Saison für Union und standen in den letzten fünf Partien immer in der Startelf. Wie groß war für Sie die Umstellung von der Bundesliga auf die 2. Bundesliga? Warum haben Sie sich für Union entschieden? Welche Rolle hat Jens Keller dabei gespielt?

Hosiner: Ich habe mich schnell bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen wohl gefühlt und die Entscheidung für Union ist mir leicht gefallen. Ich bin froh jetzt ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Der Unterschied von der Bundesliga auf die 2. Bundesliga ist auch nicht allzu groß, ich musste mich nur an den Spielstil etwas anpassen.

bundesliga.de: Der Verein strebt mittelfristig den Aufstieg in die Bundesliga an. Wie realistisch ist dieses Ziel schon in dieser Saison?

Hosiner: Das spielt für uns erstmal keine Rolle. Die Konkurrenz ist stark und besonders die beiden Absteiger Hannover und Stuttgart sehe ich natürlich als absolute Aufstiegsfavoriten. Für uns ist es wichtig so lange wie möglich vorne mitzuspielen. Dann können wir am Ende der Saison sehen für was es gereicht hat.

"Als Stürmer bin ich heiß auf Tore"

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bundesliga.de: Was haben Sie sich persönlich für die Saison vorgenommen?

Hosiner: Ich möchte möglichst viele Spiele bestreiten, gesund bleiben und zum Erfolg der Mannschaft beitragen. Dazu bin ich als Stürmer natürlich heiß auf Tore, denn dafür spiele ich Fußball.

bundesliga.de: Sie haben ein Jahr lang beim 1. FC Köln in der Bundesliga gespielt. Was ist davon bei Ihnen hängen geblieben?

Hosiner: Ich habe viele gute Erinnerungen an die Zeit in Köln. Besonders in Erinnerung bleibt natürlich mein erstes Bundesligaspiel. Beim Heimspiel gegen den HSV ist mir dann auch noch mein erstes Bundesliga-Tor geglückt. Sowas vergisst man natürlich nie.

bundesliga.de: Inwieweit verfolgen Sie den weiteren Weg des FC? Wie sehr überrascht Sie die gute Rolle, die die Mannschaft zurzeit spielt?

Hosiner: Der FC hat eine gute Truppe zusammen und ich bin nicht überrascht darüber, welche Entwicklung sie genommen haben. Dass sie aber noch in Schlagdistanz zu den Bayern sind, ist schon überraschend. Ich gönne es den Jungs.

bundesliga.de: Am Samstag gastiert Union auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Der Gegner scheint nach zwei Siegen in Folge langsam in die Spur zu kommen. Wie schwer wird die Aufgabe? Was ist für Union drin?

Hosiner: Wir werden alles dafür tun, damit es Kaiserslautern möglichst schwer hat. Wir wollen wieder Gas geben und unser Spiel von Anfang bis Ende konzentriert durchziehen. Wenn wir unsere Stärken auf den Platz bringen, ist ein Sieg drin.

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski