Es dauerte ewig, bis Marek Mintal von den Fans endlich in die Kabine "entlassen" wurde. Immer wieder hatten die Anhänger des 1. FC Nürnberg ihren Helden gefordert.

Und Mintal ließ sich nicht lange bitten. Der 31 Jahre alte Slowake erlebt beim "Club" seinen dritten Frühling und hat maßgeblichen Anteil daran, dass der fränkische Traditionsverein nach fünf Siegen in Folge von der Rückkehr ins "Oberhaus" träumen darf.

Zurück zu gefürchteter Klasse

Sieben Tore erzielte Mintal in den vergangenen fünf Zweitliga-Spielen, am Sonntag beim 2:0 gegen St. Pauli steuerte das in Nürnberg von den Fans verehrte "Torphantom" erneut einen Treffer bei - bereits seinen 13. in dieser Saison.

Damit ist er nach drei weniger erfolgreichen und von vielen Verletzungen geprägten Jahren wieder auf dem Weg zu alter Stärke. Seine beste Saison im FCN-Dress hatte der Offensivspieler 2004/2005 erlebt, als er mit 24 Treffern sogar Torschützenkönig der Bundesliga wurde.

Keine Wechselabsichten

Und etwaigen Wechselgerüchten erteilt Mintal umgehend eine Absage: "Das stimmt überhaupt nicht. Für mich zählt nur der 'Club' und der Aufstieg."

Zumal er sich beim 1. FC Nürnberg, dem er nun schon seit 2003 die Treue hält, längst zuhause fühlt. "Marek möchte seine Karriere in Nürnberg beenden", sagte deshalb auch "Club"-Trainer Michael Oenning. Bis 2011 läuft der Vertrag des zurückhaltenden Slowaken noch, mit Option auf ein weiteres Jahr.

Erbe gesucht

Welche Wertschätzung Mintal beim neunmaligen deutschen Meister genießt, unterstreichen auch die Worte von Oenning: "Solange Marek kann, bekommt er das, was ihm zusteht. Nebenbei versuchen wir, in den eigenen Reihen jemanden heranzuziehen, der seine Rolle irgendwann übernehmen kann." Der 31-Jährige nehme wegen seiner Qualitäten im Rennen um den Aufstieg "eine ganz wichtige Rolle" ein.

Auch "Club"-Manager Martin Bader betont, "dass wir mit Marek auf jeden Fall über die Saison hinaus planen. Er ist ein sehr wichtiger und verdienstvoller Spieler, und wir wollen ihn auch nach Möglichkeit über seine aktive Karriere hinaus an den Verein binden."

Bei den Fans würde Bader damit offene Türen einrennen. Sie haben Mintal ins Herz geschlossen. Deshalb dauert es oft etwas länger, bis Mintal nach den Spielen in die Kabine kommt...