Alemannia Aachen hat einen neuen Trainer gefunden. Zukünftig wird Peter Hyballa an der Seitenlinie stehen. Mit 34 Jahren ist er der jüngste Coach im bezahlten Fußball.

"Ich habe einen Trainer gesucht, der zur Alemannia passt. Das trifft auf Peter zu 100 Prozent zu", sagt Sportdirektor Erik Meijer. Hyballa erhält bei der Alemannia einen Zweijahresvertrag. Eigentlich sollte Hyballa, in der vergangenen Saison noch Trainer der U19 von Borussia Dortmund, im Sommer den Regionalligisten Rot-Weiß Essen übernehmen. Der Lizenzentzug für die Essener ließ das Engagement jedoch platzen.

"Wir hatten ihn schon länger auf dem Zettel, weil er sich im Nachwuchsbereich einen sehr guten Namen gemacht hat. Vor zwei Wochen war er plötzlich wieder auf dem Markt", berichtet Meijer, der in den Gesprächen besonders die Zielstrebigkeit und den Ehrgeiz des gebürtigen Bocholters schätzen lernte.

"Ich war immer der Jüngste"

Trotz seines jungen Alters ist Hyballa bereits seit 18 Jahren Trainer. "Ich habe den Trainerjob von der Pike auf gelernt", sagt der neue Coach über sich selbst. Bereits mit 22 Jahren fällte er die Entscheidung, es als Coach in den bezahlten Fußball bringen zu wollen. Sein Rezept zum Erreichen dieses Ziels: "Fleißig sein, akribisch arbeiten. Ich war immer der Jüngste und musste mir die Dinge erarbeiten."

Seine Trainerkarriere begann Hyballa beim 1. FC Bocholt, wo er die U19 trainierte. "Damals war ich gerade mal zwei Jahre älter als meine Spieler", erinnert er sich. Über Preußen Münster (Trainer U17 und Co-Trainer 1. Mannschaft), Arminia Bielefeld U19, einen Ausflug in die erste namibische Liga und die U19 des VfL Wolfsburg kam der 34-Jährige zum BVB. Dort coachte er seit 2007 das U19-Bundesligateam, mit dem er Westfalenpokalsieger 2008, Westdeutscher Meister 2009, DFB-Vizepokalsieger 2009 und Deutscher Vizemeister 2009 wurde.

"Wollen nach vorne spielen"

Passend zu Meijers Konzept bevorzugt Hyballa den offensiven Fußball. "Wir wollen nach vorne spielen, wenn es geht ein ordentliches Pressing aufziehen", sagt er. Den Grundstein dazu soll die Trainingsarbeit mit seinem neuen Assistenten Eric van der Luer legen. "Die Einheiten in der Woche sind das Wichtigste. Ich gehe seit 18 Jahren fast jeden Tag auf den Trainingsplatz und weiß, worauf es ankommt."

Kennenlernen wird Hyballa sein neues Team am kommenden Montag. Dann beginnt am Tivoli die Vorbereitung. "Mit Peter Hyballa und Eric van der Luer haben wir ein junges, hungriges Trainerteam, mit dem wir sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken", sagt Meijer.