München - Auch nach acht Spieltagen ist der 1. FC Kaiserslautern noch ungeschlagen. Nach dem Unentschieden gegen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig vergangenen Woche müssen die "Roten Teufel" in Ingolstadt (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker) aber am besten dreifach punkten, um nicht zu viel Boden auf die Konkurrenz zu verlieren.

Die sitzt mit dem VfR Aalen nämlich im Nacken der Pfälzer. Der Aufsteiger hat die Chance, den FCK mit einem Sieg in der Tabelle hinter sich zu lassen. Dafür muss er bei Mitaufsteiger SV Sandhausen aber seine bislang überragende Auswärtsform (neun Punkte aus vier Spielen) bestätigen. Anknüpfen an die sehr gute Leistung vom 8. Spieltag will auch der dritte Aufsteiger. Durch den 3:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli hat der SSV Jahn Regensburg einen Sprung ins Mittelfeld getan und will diese Position natürlich durch Punkte aus dem Spiel beim FC Erzgebirge Aue festigen.

Beim 1:1 zuhause gegen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig habe seine Mannschaft zwei Punkte verspielt, die man sich nun "zurückholen" will, sagt Franco Foda. Ein Sieg in Ingolstadt ist aber keine Selbstverständlichkeit: "Wir treffen auf ein Team mit großen Ambitionen. Es ist eine Mannschaft, die über Potenzial verfügt und vor allem in der Defensive sehr kompakt steht. Das heißt für uns, dass wir im Kreativspiel nach vorne eine Lösung finden müssen." Doch genau da könnte es Probleme geben: Neben Enis Alushi werden Mimoun Azaouagh und Pierre De Wit definitiv fehlen. Ob Alexander Baumjohann und Albert Bunjaku beim FCI dabei sein können, entscheidet sich kurzfristig.

"Wir spielen zuhause und wollen Kaiserslautern ärgern", sagt Tomas Oral, der mit seiner Mannschaft nach zuletzt zwei sieglosen Partien in Folge den Kontakt ans obere Tabellendrittel nicht verlieren möchte. Deshalb wolle sich der FCI wieder wie zu Saisonbeginn präsentieren und seine "Chancen vorne suchen". Verzichten müssen die Schanzer wahrscheinilch auf Stammkeeper Ramazan Özcan. Kapitän Stefan Leitl, der zu Wochenbeginn angeschlagen war (Grippe), meldete sich derweil wieder fit.




Schiedsrichteransetzungen

Unterschiedlicher als Aalen und Sandhausen können zwei Aufsteiger kaum in eine Saison starten. Während der SVS im Tabellenkeller feststeckt, will der VfR möglichst den sechsten Saisonsieg einfahren, um den Anschluss an die vorderen Plätze zu halten. "Die Mannschaft leistet momentan Wunderbares", zeigt sich Markus Schupp über die jüngste Entwicklung erfreut. Der VfR-Sportdirektor weiß aber auch, worauf es nun in Sandhausen ankommt: "Wir müssen erneut unsere Auswärtsstärke unter Beweis stellen. Es gibt keinen Grund, sich zurückzulehnen." Trainer Ralph Hasenhüttl, dessen Team gemeinsam mit dem 1. FC Kaiserslautern die Auswärtstabelle anführt (neun Punkte), warnt: "Von unserer Auswärtsstärke zu wissen, ist nicht genug. Wir müssen sie auch zeigen."

Sandhausens Trainer Gerd Dais fordert unterdessen, "dass die drei Punkte im Hardtwaldstadion bleiben müssen". Allerdings ist die personelle Lage beim SVS weiterhin angespannt: "Keiner der verletzten oder erkrankten Spieler wird zurückkommen." Somit fallen also Nico Klotz, Alexander Riemann und Nicky Adler gegen den baden-württembergischen Rivalen aus. "Vor zwei Jahren spielten wir gegen den Abstieg in der 3. Liga, letzte Saison standen wir auf dem Prüfstand um Meisterschaft und Aufstieg und dass wir in der 2. Bundesliga ebenfalls gegen den Abstieg spielen werden, war uns allen von Anfang an bewusst", erklärt Abwehrspieler Marco Pischorn: "Die Drucksituation ist somit nichts Besonderes und nichts Neues." Drei Punkte gegen den VfR würden sie aber sicherlich ein wenig entspannen.




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Nach zuletzt zwei sieglosen Heimspielen in Serie hofft der FC Erzgebirge Aue gegen den Aufsteiger aus Regensburg mal wieder auf einen "Dreier". "Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns", sagt Kapitän Rene Klingbeil, der seine zwei Spiele währende Rot-Sperre abgesessen hat und in die Startelf zurückkehren wird. "Wir müssen das Glück erzwingen und mit letzter Konsequenz das Tor erzielen. Auch die Null müssen wir mal wieder halten. das ist wichtig für uns", beschreibt Thomas Paulus das mögliche Erfolgsrezept der "Veilchen", die vor dem Aufsteiger gewarnt sind. "Die haben zwei Spiele am Stück gewonnen. Das wird eine harte Nuss", sagt der Verteidiger, "nur der 'Dreier' zählt."

Der SSV Jahn Regensburg hat mit sechs Punkten in der englischen Woche eine gute Ausgangsposition geschaffen, um etwas beruhigter ins Erzgebirge zu reisen. Dennoch warnte Coach Oscar Corrochano, der die Auer als eine "sehr heimstarke und vor allem im Sturm gut besetzte Mannschaft" sieht. Neben Ronny König sei besonders Jakub Sylvestr gefährlich, meint Corrochano. Die personelle Lage hat sich bei den "Rot-Weißen" gegenüber dem Spiel gegen St. Pauli nur geringfügig verändert. Fehlen wird der langzeitverletzte Thomas Kurz sowie der grippekranke Patrick Haag. Dafür kehren der zuletzt rotgesperrte Phillipp Ziereis sowie der zuletzt erkrankte Sebastian Nachreiner in den Kader zurück.




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