München - Hertha BSC kann den Sekt für die Aufstiegsfeier kalt stellen. Das Team von Trainer Markus Babbel kam am 30. Spieltag der 2. Bundesliga gegen Kellerkind VfL Osnabrück zu einem 4:0 und kann vier Spieltage vor Saisonende als Tabellenführer bei zehn Punkten Vorsprung auf Rang 3 für das Oberhaus planen.

Den Relegationsplatz belegt der VfL Bochum, der sich bereits am Freitag mit einem 0:3 beim FC Ingolstadt die zweite Niederlage innerhalb einer Woche leistete. Die SpVgg Greuther Fürth liegt nach dem 2:0 gegen den SC Paderborn aber nur noch einen Zähler hinter den Westdeutschen, die ihrerseits drei Zähler vom Zweiten FC Augsburg trennen. Der FCA kann zum Abschluss des Spieltages am Montagabend beim Karlsruher SC einen weiteren Schritt Richtung Erstklassigkeit machen.

Babbel noch nicht richtig enthusiastisch

In der Hauptstadt wähnt man sich dagegen schon am Ziel der Träume, auch wenn Trainer Markus Babbel noch nicht in den allgemeinen Jubel einstimmen wollte. "Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung, aber es gibt noch nichts zu feiern. Wenn wir es endgültig geschafft haben, bin ich auch enthusiastischer", sagte der Europameister von 1996, der sich von den über 45.000 Fans im Olympiastadion noch nicht feiern lassen wollte.

Am Ostermontag kann die "alte Dame" beim Pokalfinalisten MSV Duisburg den Aufstieg unter Dach und Fach bringen, wovon auch Manager Michael Preetz ausgeht: "Der Aufstieg ist nur noch eine Frage der Zeit, das lassen wir uns nicht mehr nehmen. Spätestens Ostermontag wollen wir alles klarmachen."

Bochum lässt sich nicht beirren

Bereits am Donnerstag will der VfL Bochum das Debakel von Ingolstadt gegen den SC Paderborn vergessen machen. "Wir lassen uns auch durch diese Niederlage nicht beirren und werden weiter vernünftig arbeiten. Dann holen wir auch die nötigen Punkte", sagte VfL-Trainer Friedhelm Funkel.

Im Tabellenkeller muss Osnabrück auch nach dem ersten Spiel unter seinem neuen Trainer Heiko Flottmann und dem siebten Spiel in Folge ohne Sieg als Drittletzter (27 Zähler) weiter um den Klassenerhalt bangen. Schlusslicht Arminia Bielefeld ist nach dem 3: 3 gegen Rot-Weiß Oberhausen so gut wie abgestiegen, RWO bleibt unter seinem Trainer Theo Schneider weiter ohne Sieg und hat als Vorletzter 25 Punkte auf dem Konto.

Frankfurt stoppt den freien Fall

Zudem gelang Energie Cottbus gegen den MSV Duisburg die Revanche für das bittere Aus im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Lausitzer gewannen verdient mit 3:1 gegen die "Zebras", die zum achten Mal in Folge auswärts nicht gewannen. Alemannia Aachen erlebte ein 1: 5-Debakel gegen Erzgebirge Aue, das bei drei Punkten Rückstand auf Bochum ebenfalls noch von der Bundesliga träumen kann.

Der FSV Frankfurt hat dank Momar N'Diaye seinen freien Fall in der 2. Bundesliga gestoppt. Nach zuvor elf Spielen in Serie ohne Sieg besiegte das Team von Trainer Hans-Jürgen Boysen 1860 München 2:1 (0:1) und wahrte damit seinen komfortablen Abstand zur Abstiegszone.