Holger Stanislawski ist ein gutes Stück St. Pauli. Ab Sommer 1993 spielte der gebürtige Hamburger, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert, für den kultigen Kiez-Klub auf der Position des Libero (260 Pflichtspiele).

Seit 2006 sitzt er auf der Trainerbank. Im Interview mit der Webseite des 1. FC Nürnberg spricht "Stani" über die bevorstehende Partie gegen den "Club" (Sonntag, ab 13:45 Uhr im Live-Ticker).

Frage:: Herr Stanislawski, wie heizen Sie Ihrer Mannschaft vor der Partie gegen den "Club" in der Kabine ein?

Holger Stanislawski: Wir haben natürlich unsere Rituale, wie jede andere Mannschaft auch. Eine besondere Motivation wird heute aber nicht nötig sein. Nürnberg ist ein absoluter Traditionsverein, der vor kurzem noch im UEFA-Cup gespielt hat. Hier im ehemaligen Frankenstadion auflaufen zu können, ist für jeden Spieler Motivation genug.

Frage:: Im Hinspiel gelang Ihrem Team ein 1:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg. Wer jubelt am Sonntag?

Stanislawski: Nürnberg ist der Favorit, das ist ganz klar. Vier Siege in Folge und nur eine Niederlage aus den letzten 16 Partien sprechen für sich. Wir tun uns dagegen auswärts schwer in dieser Saison. Trotzdem wird Nürnberg einiges aufbieten müssen, um uns zu schlagen.

Frage:: Bis dato waren Sie beim FC St. Pauli Spieler, Mannschaftskapitän, Masseur, Sportmanager, Vizepräsident und Chef-Trainer. Was kommt als nächstes?

Stanislawski: Zunächst einmal habe ich einen Vertrag als Chef-Trainer bis 2012 unterschrieben. Wir wollen hier nachhaltig etwas aufbauen, und da sind wir auf einem guten Weg. Was danach kommt - darüber mache ich mir keinerlei Gedanken. Ich habe immer gesagt, dass ich irgendwann auch einmal woanders arbeiten möchte. Allerdings ist es auch kein Geheimnis, dass die Beziehung zwischen mir und dem FC St. Pauli eine ganz besondere ist.