Das Montagsspiel zwischen dem VfL Osnabrück und Hansa Rostock (ab 20 Uhr im Live-Ticker) steht ganz im Zeichen des Abstiegskampfs. Dabei könnten die Vorzeichen für beide Teams nicht unterschiedlicher sein: Rostock hat wieder Rückenwind, Osnabrück wartet seit über vier Stunden auf ein Tor.

Und auch sonst spricht wohl mehr gegen die Niedersachsen: Zur Winterpause hatte die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz noch mit drei Punkten Vorsprung vor den Abstiegsrängen, jetzt muss unbedingt gepunktet werden, um als Vorletzter nicht den Anschluss zu verlieren.

Die Mannschaft versucht, die nötige Coolness zu bewahren. "In der Ruhe liegt die Kraft, diesen Satz müssen wir auch in dieser Situation beherzigen", sagt zum Beispiel Paul Thomik.

Wichtiger Abwehrmann fehlt

Jetzt ist auch noch ein Routinier ausgefallen. Mathias Suhrmann hat heftige Kniebeschwerden und befindet sich momentan in ärztlicher Behandlung. Wie lange er ausfallen wird, ist noch nicht klar. Klar, dass dies nicht gerade für bessere Nerven sorgt vor dem Spiel gegen den Tabellennachbarn.

In Rostock hingegen könnte die Stimmung aktuell kaum besser sein, zumindest wenn man bedenkt, wo die Mannschaft nach der Hinrunde stand. Zum ersten Mal gewannen sie in der laufenden Saison drei Spiele in Folge, und sollte nun auch in Erfolg in Osnabrück gelingen, kann man fast schon wieder für die 2. Bundesliga planen.

Planungen für die nächste Saison

Was der Club aber offenbar im Lauf der vergangenen Woche auch schon getan hat: Der Vertrag mit Defensivspieler Dexter Langen wurde verlängert, und Angreifer Marcel Schied kehrt nach eineinhalb Jahren an die Ostsee zurück.

Dabei muss sich Trainer Andreas Zachhuber durchaus Gedanken um seine Aufstellung machen. Sebastian Svärd fehlt gelbgesperrt, weil er für Borussia Mönchengladbach und Hansa zusammen bereits fünf Gelbe Karten gesehen hat. "Ursprünglich wollte ich die zuletzt drei Mal siegreiche Mannschaft nicht verändern, aber da wusste ich ja noch nichts von Svärds Gelb-Sperre", sagt der Coach.

Startaufstellung noch geheim

Außerdem ist es gut möglich, dass Orestes nicht rechtzeitig fit wird. Seine endgültige Startaufstellung will Zachhuber daher erst kurz vor Spielbeginn bekannt geben. Unterdessen strahlt Zachhuber weiter viel Gelassenheit aus. "Es ist eines von den sechs wichtigen Spielen, die noch vor uns liegen", sagt er im bundesliga.de-Interview auf die Frage, ob es sich bei dieser Partie schon um ein Endspiel handele.

Männer ohne Nerven?

"Wir sind guter Dinge. Wir sind gut vorbereitet und haben vor dieser Partie zehn Trainingseinheiten eingesetzt." In der Osnabrücker osnatel-Arena erwartet Zachhuber aber natürlich "eine sehr emotionale Atmosphäre". Davon dürfe man sich aber nicht beeinflussen lassen.

Kein Zweifel: Wer in diesem Spiel die besseren Nerven zeigt, wird einen entscheidenden Vorteil haben.