Es war ein unterhaltsamer Fußball-Abend an der Lahn - mit einem verdienten Sieger: Im Benefizspiel zwischen der Bundeswehr-Nationalmannschaft und der TuS Koblenz behielt die Mannschaft mit dem Bundesadler auf der Brust mit 3:0 die Oberhand.

Auffälligster Akteur bei der Bundeswehrauswahl war dabei der Leverkusener Marcel Risse, der vor wenigen Wochen mit der deutschen U19-Nationalmannschaft Europameister wurde. Der 18-Jährige sorgte im Alleingang für die 2:0-Pausenfühurng: Zunächst traf er mit einem 18-Meter-Schuss unhaltbar für TuS-Torwart André Weis in den Winkel (10.). Dann setzte er sich in einem sehenswerten Alleingang durch und schlenzte den Ball ins Netz (31.).

Auch Basler lief auf

Die beste TuS-Chance vor der Pause hatte Emmanuel Krontiris, der einen Linksschuss knapp neben das Gehäuse platzierte (12.). Nach der Pause machte die Bundeswehr-Nationalmannschaft schnell alles klar: Andreas Gerdes vom SV Meppen erhöhte bereits in der 50. Minute auf 3:0. Der TuS wollte in der Folge selbst der Ehrentreffer nicht gelingen: Alassane Ouedraogo vergab nach Zuspiel von Gabriel Fernandez die beste Einschussmöglichkeit in Hälfte zwei (61.).

Gegen Ende der Partie wechselten beide Mannschaften kräftig durch - auch TuS-Co-Trainer Mario Basler kam dabei noch zu einem 20-minütigen Einsatz. Die knapp 1.300 Zuschauer im Nassauer Schul- und Sportzentrum bereuten ihren Besuch nicht, zumal auch die Autogrammjäger nach Abpfiff noch auf ihre Kosten kamen. Mit den Leverkusenern Sascha Dum und dem fünffachen A-Nationalspieler Gonzalo Castro standen dabei sogar noch zwei Bundesliga-Profis zur Verfügung, die zuvor gar nicht auf dem Platz standen.

Insgesamt also eine sehr gelungene Veranstaltung, die der Teamkoordinator der Bundeswehr-Nationalmannschaft Peter Back in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen hervorragend organisiert hat. Einzig das Ergebnis verhindert ein rundum positives Fazit aus TuS-Sicht - doch Trainer Uwe Rapolder schlug am Abend bereits eine Revanche vor…


TuS Koblenz: Weis - Bender (46. Schönke), Mund, Hahn (64. König), Lomic (64. Bauer) - Göderz (46. Hawel), Schmidt - Ouedraogo (64. Laux), Fernandez (64. Basler) - Mader, Krontiris (64. Rahic)