Aachen - Am Freitag herrschte großes Getummel im Innenraum des Tivoli. Insgesamt 15 Arbeiter der Firma Peiffer statteten das Stadion von Alemannia Aachen mit einem neuen Spielfeld aus. Bereits am Donnerstag hatte das Willicher Unternehmen, das unter anderem auch die Stadien in München, Hamburg oder Köln mit Rollrasen ausstattet, das alte Grün abgeschält. Nachdem dieses zur Kompostierung gebracht wurde, begannen die Vorarbeiten für die Verlegung des neuen Teppichs.

Dabei wird der Boden aufgelockert und die Fläche erhält von den Längsseiten zum Mittelpunkt eine 0,8-prozentige Steigung. "Das ist notwendig, damit das Wasser abfließen kann", erklärt Christian Martin, Leiter Stadionbetrieb bei der Alemannia. Am Freitagmorgen rollten dann die LKW am Stadion an. 30 Fahrzeuge waren nötig, um die rund 450 Rollen nach Aachen zu transportieren. Jede Rolle wiegt eine Tonne und enthält ein Rasenstück von ca. 1,20 mal 15 Meter. Eine Rolle nach der anderen verlegten die Arbeiter, anschließend wurden die einzelnen Bahnen mithilfe einer Walze festgedrückt. Um ein schnelles Anwachsen zu garantieren, werden Löcher in den Boden gestanzt, damit Luft und Sand an die Wurzeln gelangen können. "Für die Verlegung herrscht momentan ideales Wetter. Die Sonne scheint, und in den nächsten Tagen soll es leicht regnen. Das ist für den Rasen ideal", erklärt Martin.

Um den Spielern beim Heimspiel gegen den TSV 1860 München am 3. April einen idealen Untergrund zu bieten, wird der Rasen bis dahin noch vier bis fünf Mal gemäht, regelmäßig gewässert und erhält in der kommenden Woche die Linien. "Neben den Vorbereitungen für das nächste Heimspiel müssen wir bereits jetzt damit anfangen, das Spielfeld für den nächsten Winter vorzubereiten. Denn nur bis zum Herbst wächst der Rasen und je besser wir ihn jetzt pflegen, desto stabiler bringen wir ihn in den Winter", weiß Martin, wie wichtig eine gute Platzpflege ist.